Themenzimmer und viel Farbe erobern die Kinderwelt

Der offene Grundriss von Neubau-Wohnungen birgt neue Herausforderungen in Sachen kindgerechtes Wohnen.

Der offene Grundriss ist im Neubau gesetzt: Küche, Ess- und Wohnzimmer verschmelzen miteinander. Die Wände sind weg und kleine Kinder erobern einfach alle jetzt offenen Bereiche. Das stellt Eltern vor neue Herausforderungen in Sachen kindgerechtes Wohnen. Out ist nämlich der Laufstall, der einstige Aufbewahrungskäfig für Kleinkinder, der, wenn überhaupt, nur ganz kurz und nicht auf Dauer zum Einsatz kommen sollte. Pädagogen sind sich einig, dass dieses Möbel eher entwicklungshinderlich ist.

© Richard Lampert/VDM

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Also heißt es heute mehr denn je, die Wohnung kindgerecht zu gestalten. Je nach Alter des Kindes kann dies sehr unterschiedlich ausfallen. So sind bei Krabbelkindern Sicherungen bei Steckdosen, bei Medikamente- und Putzschränken, Ecken- oder Kanten-Schutzkappen für spitze Möbel und das ständige Wegräumen „gefährlicher“ Gegenstände wie Messer, Feuerzeuge, angesagt.

Wenn die Kinder älter werden, reicht manchmal der Platz im Kinderzimmer nicht aus. In vielen Wohnungen sind Kinderzimmer immer noch zu klein zum Toben, Turnen, Basteln und Spielen, so dass Kinder ihre Spielsachen, die große Rennbahn oder die Puppenstube, gerne im größeren Wohnbereich ausbreiten wollen. Hier helfen Paravents und die Einigung mit dem Kind, am Ende des Tages die Spielsachen in den dahinter liegenden Bereich zu räumen. Eltern brauchen öfter mal einen Raum ohne Durcheinander. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen haben rund 15 Prozent aller Kinder in Deutschland irgendwann mal einen Unfall. Bei allen diesen Unfällen passieren 60 Prozent zu Hause. Erst danach folgt der Straßenverkehr. Viele Eltern schätzen die Gefahr im eigenen Zuhause sehr viel geringer ein.

© Haba/VDM

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Möbeltrends im Kinderzimmer

Private Kinderzimmer und Kitas bereichern sich inzwischen gegenseitig. In Kitas kommt die Leidenschaft für das „Pimpen“ auf und in den heimischen Kinderzimmern ziehen robuste Möbelmodelle gerne aus Naturholz ein, die unkaputtbar sind. Ganz deutlich geht der Trend in der Kinderzone zu mehr individueller Gestaltung, weg von einheitlichen Stilvorstellungen.

Ein deutlicher Schwerpunkt im aktuellen Angebot sind sogenannte Themenzimmer. Von Seeräuber über Dschungel bis hin zur Prinzessin sind alle möglichen Themen und auch echte Kinderfantasien in den Angeboten der Hersteller zu finden. Der kleine Fußballfan kann sich sein Bettchen mit Torvorrichtung aussuchen, oder der Naturbursche kann sich mit Seegras und Fröschen umgeben. In der Gesamtgestaltung werden Kinderzimmer bunter. Ob bewusst wahrgenommen oder unbewusst gespürt, Farben umgeben uns ständig. Der Wunsch nach knalligen Farbtönen im Kinderund Jugendmöbelbereich hat seinen Höhepunkt noch nicht erreicht. Aber Vorsicht: ein Zuviel an Farben kann die kleinen Gemüter auch unruhig machen, denn Kinder nehmen Farbtöne intensiver wahr als Erwachsene. In der kommenden Saison erwarten wir starke Unis. Blau, Grün, Pink und Rot. Die farbliche Vielfalt prägt das aktuelle Angebot. Aber auch die Grundfarbe Weiß wird bei Kinder- und Jugendmöbeln ganz klar bleiben.

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