Musik-Tipp im November

Die Fantastischen Vier:  Rekord

Multi_CD_Fanta4 Vor einem Vierteljahrhundert gaben sich in Stuttgart vier junge Burschen namens Michi Beck (47), Thomas D. (46), Smudo (46) und And.Ypsilon (47) den Bandnamen Die Fantastischen Vier und legten damit den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere.

Das Quartett machte das Rap-Genre hierzulande erst richtig populär und entwickelte dabei seine ureigene Art des deutschen Sprechgesangs. Mit „Rekord“ legen Die Fantastischen Vier in ihrem Jubiläumsjahr ihren inzwischen neunten Studio-Longplayer vor. Ein Grund für die Band sich im Opener „25“ erst einmal selbst feiern. Und wer sonst, wenn nicht die Fanta 4, hätten das Recht dazu, die ihrem neuen Album in Anlehnung an ihre Geburtsstunde einen sehr retro-lastigen Klang spendiert haben, der „Rekord“ aber sehr gut steht.

Doch Retro bedeutet nicht, dass Die Fantastischen Vier HipHop von hinter dem Mond machen. Sie integrieren elektronische Robo-Spielereien, schippern in spacigen DubStep- Gefilden und tänzeln in „Disco“ mit Miss Platnum im Großstadt-Club. Im Gegensatz dazu teilen die Fantas in „Heute“ richtig schön, nach dem Motto „Früher war alles besser“, aus und suhlen sich dabei in feinstem Old-School-Sound. Im balladesken „Gott ist mein Zeuge“ darf Thomas D. in typischer Manier über das Leben philosophieren und das finale „Das Spiel ist aus“ kehrt noch einmal zum HipHop der 80er Jahre zurück.

Neben dem Einsatz von Synthesizern sind auch die Streicher-Arrangements auffällig. Das Klangbild der Fantastischen Vier und ihre Sprache sind zu einem Markenzeichen geworden, das sich auf Anhieb heraushören lässt und auch auf „Rekord“ in gewohnter Weise zu einem gutklassigen Werk zusammengefügt wird

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