Die „Deutsche Einheit“ aus erster Hand

Er ist ein „Premium Zeitzeuge und Baumeister der Deutschen Einheit“; Dr. h.c. Rudolf Seiters kam jetzt in die Aula des Gymnasium Ernestinum und referierte quasi „…aus erster Hand“ über die Daten, die letztendlich zur Deutschen Wiedervereinigung geführt haben.

RB_Vortrag_Dr. SeitersDr. Seiters stand gemeinsam mit Außenminister Hans-Dietrich Genscher auf dem Balkon der Prager Botschaft, als die Ankündigung der Ausreisegenehmigung für 5.000 Flüchtlinge verkündet wurde. Noch heute ist die Wiedervereinigung „…friedlich und ohne Blutvergießen“ ein Wunder für den ehemaligen Kanzleramtschef und Ex-Innenminister. Vor einem ausbaufähigen Publikum erzählte Dr. Seiters sehr lebhaft über die drei wichtigsten Daten der Wiedervereinigung. Neben dem 30. September 1989 (Prager Botschaft) waren dies der 9. November (Günter Schabowskis Pressemeldung, die den Mauerfall nach sich zog) und der 19. Dezember, als Bundeskanzler Helmut Kohl sich in Dresden als Staatsgast der DDR vor tausenden jubelnder Menschen zur Deutschen Einheit bekannte.

Dennoch, so Dr. Seiters, sei die Deutsche Einheit auch heute, 25 Jahre nach dem Mauerfall, noch nicht endgültig vollzogen: „Das ist keine Frage einer Generation!“ Der Rintelner Hospizverein mit Ingeborg Schumer an seiner Spitze, lud im Anschluss noch zu angeregten Diskussionen an Stehtischen mit einem Gläschen Wein ein. Grußworte gab es einleitend von Ursula Helmhold als stellvertretende Bürgermeisterin und von Jörg Jäger, Landesbeauftragter der Konrad-Adenauer-Stiftung. Musikalisch wurde der Abend umrahmt von der Big Band des Gymnasiums unter der Leitung von Daniel Ellermann.

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