Was macht eigentlich eine “Gleichstellungsbeauftragte“?

Mareen Fennert leitet das Familienzentrum und sorgt für die richtigen Ansprechpartner im Bereich Familie.

von Sonja Weichert

Aktuell_Portrait_Mareen FennertOb es um die Gleichstellung der Menschen innerhalb der Verwaltung geht, um die Verbesserung der Lebensqualität der Frauen in der örtlichen Gemeinschaft, um die Jugendförderung, Prävention und Bewusstseinsbildung, vertrauensbildende Maßnahmen, Veranstaltungsorganisation oder die Koordinierung familienrelevanter Angebote in Rinteln geht; alles dies sind die Aufgaben von Mareen Fennert. Sie ist Rintelns Gleichstellungsbeauftragte und hat die Leitung des Familienzentrums in der Ostertorstraße. Zwei Positionen, die ineinandergreifen und bei denen sich die jeweils vorgesehenen Stunden häufig auf beide Bereiche aufteilen.

Die in Süd Brandenburg geborene Mareen Fennert hat sowohl einen Studienabschluss als Diplom Sozial-Arbeiter/-Pädagoge, als auch einen Abschluss als Diplom Sozialpädagogin im Bereich Suchtprävention. Weitere Abschlüsse folgten dann in ihrer Wahlheimat England sowie nach einem Fernstudium an der ILS Hamburg zur „Psychologischen Beratung/Personal Coaching“ und nach einem weiteren Coaching-Seminar erlangte sie den Studienabschluss zur Diplom Psychologischen Beraterin/ Personal Coach mit der Gesamtnote sehr gut.

Aktuell_Portrait_Mareen Fennert_FamZentrum2007 verschlug es die heute 37-jährige nach Rinteln. Das war auch der Beginn ihrer beruflichen Laufbahn bei der Stadt Rinteln, von der Stadtjugendpflege zur Gleichstellungsbeauftragten (bis zum Jahr 2011 hieß es noch Frauenbeauftragte) und der zusätzlichen Leitung des Familienzentrums. Dort stehen ihr sechs Mitarbeiterinnen zur Seite und egal, mit welchem Anliegen man in puncto Familie vorbeikommt, da fi ndet sich immer jemand mit einem offenen Ohr. Auch sollte man keine Scheu davor haben, an Beratungen teilzunehmen. Das Angebot im Familienzentrum ist breit gefächert und bei vertraulichen Gesprächen gibt es Rückzugsorte, wo man ungestört bleibt. Gerade auch bei Problemen mit häuslicher Gewalt kann man quasi „an die Hand“ genommen werden, um Möglichkeiten aufgezeigt zu bekommen für einen Weg hinaus aus der Gewaltspirale.

Ein großer Teil der Arbeit der privat engagierten Tierschützerin ist auch die Veranstaltungsorganisation. Ob es die Qualifizierungsmaßnahmen sind, interkulturelle Wochen, Ausstellungen und Vorträge gegen Gewalt in Paarbeziehungen oder die Aktionen zum internationalen Frauentag, alles das muss gut vorbereitet sein. Aber auch das Vermitteln der zuständigen Ansprechpartner für familiäre Bereiche und Ansprechpartner für die Verwaltungs-Mitarbeiter der Stadt Rinteln fallen in den Aufgabenbereich. Aktuelle Informationen sammeln, Vernetzungen rund um das Thema Familie und Kinderbetreuung, das Erstellen von Infomaterialien wie der „Rote Faden“ und auch das Zusammenstellen des Begrüßungspaketes für Eltern Neugeborener mit allen wichtigen Infos sind ein Bereich des Arbeitsfeldes von Mareen Fennert. Dazu kommen Präsentationen der vorhandenen Beratungsmöglichkeiten auf der Regionalschau und die Teilnahme an Arbeitsgruppen und Ausschüssen.

Aktuell_Portrait_Mareen Fennert_Frauenbüro„Ich liebe meinen Job, aber mit wenigen Worten das zu erklären was ich mache, das ist äußerst schwierig“, so Mareen Fennert. Privat lebt die Steinbergerin in einer festen Beziehung und liebt sportliche Aktivitäten wie Joggen und Zumba als Ausgleich, aber auch ein gutes Buch fällt ihr spontan zu den Hobbys ein.

Die Sprechzeiten im Familienzentrum sind sehr unterschiedlich und auf einem Flyer zusammengefasst. Dazu gibt es die Möglichkeit, die Sprechzeiten im Internet auf der www.rinteln. de Seite einzusehen. Telefonisch ist das Familienzentrum unter der Rufnummer 403961 zu erreichen. Aber sowohl im Familienbüro, als auch im Bereich der Familienpaten, der Kindertagesstätten, der Familienberatung, der Sprachförderung und der Stadtjugendpflege gibt es Termine nach Vereinbarung

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