Was ist Meditation?

Von Katja Fahrenkamp, Heilpraktikerin

Gesund & Fit_Fahrenkamp_MeditationBei der Meditation (von lat. meditatio „nachdenken, nachsinnen“ und griechisch medomai „denken, sinnen“) soll der Geist sich durch Achtsamkeits- und Konzentrationsübungen beruhigen und sammeln. In östlichen Kulturen gilt sie als grundlegende und zentrale bewusstseinserweiternde Übung.

Die angestrebten Bewusstseinszustände werden je nach Tradition mit unterschiedlichen Begriffen wie „Stille“, „Leere“, „Eins Sein“ oder „Frei von Gedanken sein“ beschrieben. Es gibt sehr viele unterschiedliche Arten die Meditation auszuüben. Die Praktizierenden lernen im Laufe der Zeit auch im Alltag mit Situationen, die sie sonst überfordert hätten, aktiv und dennoch entspannt umzugehen. Der Geist wird klarer, der Herzschlag langsamer, die Atmung tiefer und Muskelspannungen reduzieren sich.

Der berühmte indische spirituelle Lehrer und Philosophieprofessor Osho beschrieb die Meditation so: „Beobachten ist Meditation. Was du beobachtest spielt keine Rolle. Du kannst die Bäume beobachten, du kannst den Fluss beobachten, die Wolken oder spielende Kinder. Es geht nicht darum, was du beobachtest: Es geht nicht um das Objekt. Das Beobachten an sich als Eigenschaft, als Qualität von wacher Aufmerksamkeit – das ist Meditation. Wohlgemerkt: Meditation bedeutet Bewusstheit. Alles was mit Bewusstheit getan wird, ist Meditation. Es geht nicht um eine Handlung, sondern um die Qualität, die du in deine Handlungen bringst. Gehen kann Meditation sein, wenn du dabei hellwach bist. Sitzen kann Meditation sein, wenn du dabei hellwach bist. Den Vögeln zu lauschen kann Meditation sein, wenn du bewusst lauschst. Dem Lärm im inneren des Kopfes zuzuhören kann Meditation sein, wenn du dabei hellwach und bewusst bleibst. Es geht einfach nur darum, dass man nichts wie im Schlaf tut. Dann ist alles Meditation – egal, was du machst.“

Um Meditation zu erlernen, bieten sich geführte „Fantasiereisen“ an. Hierbei werden dem Praktizierenden – meist mit ruhiger Musik im Hintergrund – Worte vorgetragen, die ihn in eine Fantasiewelt entführen. Der Autor und Coach Martin Wehrle nennt fünf gute Gründe für Fantasiereisen:

Entspannung macht kreativ. Je höher die Anspannung, desto ineffektiver arbeitet das menschliche Gehirn. Das kennt jeder von uns. Unter großer Anspannung, z.B. bei einem Steit, finden wir häufig nicht die passenden Worte. Danach, in der Entspannung, sind sie plötzlich wieder da.

  1. Fantasiereisen als Zeit der Intuition. Eine Fantasiereise erlaubt es uns an Erkenntnisse des Unterbewusstseins zu gelangen, an die wir im Tagesbewusstsein nicht gelangen würden.
  2. Die Fantasiereise lässt uns ein Hochgefühl erleben. Wir können mit der Macht unserer Gedanken die Dinge lenken und werden zum aktiven Gestalter unserer Welt, in der sich Hindernisse beseitigen lassen und Probleme schrumpfen können. Diese spirituelle Erfahrung kann danach gewünschte Veränderungen anschieben.
  3. Die Vorstellung eines großen Ziels. Um etwas zu erreichen, müssen wir wie ein Architekt erst mit der Vision im Kopf beginnen, danach entsteht der Entwurf und später beginnen die Bauarbeiten. Viele Menschen meiden große Visionen, weil sie fürchten, scheitern zu können. Das Gegenteil ist wahr! Die meisten Ideen scheitern daran, dass sie zu klein und zu halbherzig gedacht wurden. Je größer und attraktiver das Ziel ist, umso mehr Energie setzen wir frei, um es zu erreichen.
  4. Fantasiereisen schweißen zusammen. Alle Teilnehmer hören den gleichen Text, gestalten aber durch ihre Fantasie und Intuition die Reisen sehr unterschiedlich. Danach tauschen sie sich über ihre Erfahrungen, Bilder und Gefühle aus. Zu Anfang begegnen sie sich eher als flüchtige Bekannte, nach dem Besprechen des Erlebten sitzen sie sich als Vertraute gegenüber. Fantasiereisen schweißen zusammen, verbinden und sind eine Wohltat für jeden Teilnehmer.

Wenn Sie jetzt neugierig geworden sind, sollten Sie es einfach ausprobieren und sich selbst einmal auf eine Fantasiereise begeben. Sie werden erstaunt sein!

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