Was ist eigentlich der „Fockenkump“ und woher kommt der Name?

Von Sonja Weichert

Viele Rintelner nutzen den Namen, doch wenige kennen seine Bedeutung. „Fockenkump“ heißt das stehende Gewässer am Seetor unter der dortigen Brücke, die auch „Fockenkump-Brücke“ genannt wird. Doch was ist eigentlich der „Fockenkump“?

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Ca. 1967

Auf der Suche nach der Bedeutung war besonders hilfreich das „Lexikon der Stadt Rinteln“ von Ullrich Künkel, der von 1994 bis 1999 wertvolle Informationen über viele Fragen der Stadt in einem Werk zusammengetragen hat. Künkel schreibt darin, dass der „Fockenkump“ ein Restgewässer eines bei der Stadtgründung vorhandenen größeren Sees, dem „Klostersee“, ist. Dieser diente zur Festungszeit auch als Verteidigungsschutz. Der Kaufmann „Focke“ war als Eigentümer des Geländes rund um den See Namensgeber und „Kump“ kommt von „Schüssel“ oder „Topf“. Die Stadt Rinteln ließ 1984 in der Anlage einen Springbrunnen installieren. Gespeist wird der „Fockenkump“ über die Neue Exter.

Im vergangenen Jahr drohte das Gewässer „umzukippen“ und großflächig breiteten sich Algen aus. Hoimar von Ditfurth- Siefken, hauptberuflich Chef des „Helenensee“, mähte mit einem Spezialboot das Grünzeug vom Boden des Tümpels und der Bauhof ließ diesen „Grünschnitt“ abfahren.

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Februar 2015

Kommt jetzt der Frühling, so ist der „Fockenkump“ wieder ein idyllischer Ort, um die Seele baumeln zu lassen. Insbesondere das rosarote Blütenmeer der Zierkirschen entlang der Dauestraße ist dabei ein echtes Highlight und beliebt ist auch der Spazierweg unterhalb der Seetorbrücke bis zu den Sassenbergschen Kiesteichen.

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