Von Antistresswirkung bis Einzigartigkeit: Fünf gute Gründe für Holz im Innenraum

Wer nach Hause kommt, freut sich auf das vertraute Umfeld und den individuell geschaffenen Wohnkomfort in den eigenen vier Wänden. Besonders geeignet für das Wohlfühlwohnen ist der Werkstoff Holz.

Holz hat eine gute Ausstrahlung, fördert die Gesundheit, ist natürlich und feuchtigkeitsregulierend und dazu vollkommen einzigartig – fünf gute Gründe für die Verwendung von Holz im Innenraum.

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Massivholzmöbel passen perfekt in den Megatrend „Individualisierung“. Foto: IPM/Holzschmiede

1. Holz hat Ausstrahlung

In hiesigen Kulturen spielt Holz traditionell eine entscheidende Rolle beim Gestalten des Zuhauses – als Material für Wand, Decke und Dach ebenso wie für Fenster, Fußböden und Möbel. Die haptische und visuelle Authentizität von Holz, kurzum dessen authentische Ausstrahlung, die insbesondere durch die Farbe und Struktur der Oberfläche entstehen, machen diese kulturelle Zuneigung zu dem Werkstoff aus. Doch auch evolutionär ist dem Menschen eine positive Wahrnehmung von Holz angeboren. Die Gegenwart von Holz wird meist schon als angenehm empfunden, bevor man das Naturmaterial bewusst als Ursache für das Wohlempfinden ausgemacht hat. Bereits in frühen Erdzeitaltern hat Holz das Leben des Menschen mitbestimmt und auch heute noch ist es im alltäglichen Leben allgegenwärtig. Als Werkstoff im Innenraum, aber auch als Material für Küchenutensilien, Musikinstrumente oder als Zellstoff für Papier. Menschen mit einer Leidenschaft für die Natur nehmen die Ausstrahlung des Holzes bewusst positiv wahr, die meisten anderen Menschen unbewusst ebenfalls.

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„Holz trägt dazu bei, dass wir uns zu Hause wohl und gesund fühlen und es auch sind.“ Foto: HDH/Richard Lampert

 2. Holz ist gesund

Studien haben gezeigt, dass Holz im Innenraum verschiedene gesundheitsfördernde und therapeutische Wirkungen besitzt, aufgrund derer selbst eine Verwendung in Gesundheitseinrichtungen wie Krankenhäusern zur Debatte steht. Dazu zählen unter anderem der Abbau von Umweltstress sowie die Senkung von Puls und Blutdruck. Beides hängt wohl zum einen mit der evolutionär und kulturell bedingten Wahrnehmung der Menschen des natürlichen Materials zusammen. Zum anderen führen es Forscher auf im Holz enthaltene ätherische Öle zurück. Weitere in diesem Zusammenhang festgestellte positiv beeinflusste Körperreaktionen beziehen sich unter anderem auf die Verdauung, das Aggressionslevel, die Konzentrationsfähigkeit sowie die Fähigkeit zur Erholung des Körpers. Insgesamt stehen diese Effekte in Abhängigkeit zur Holzart und dessen Offenporigkeit. Einer Untersuchung zufolge fördert ein Bett aus Zirbenholz konkret das Schlafverhalten, indem es die Nachterholung dank einer reduzierten Herzfrequenz sowie einer erhöhten Schwingung des Organismus im Tagesverlauf verbesserte. Eine andere Studie stellte bei unbehandeltem Holz eine große antibakterielle Wirkung fest. Besonders profitieren außerdem Allergiker, da sich Holzflächen nicht statisch aufladen und somit kein Staub angezogen wird.

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Massivholzmöbel tragen im Schlafzimmer, ebenso wie in allen anderen Bereichen der heimischen Wohnwelt, zum Wohlbefinden bei. Foto: IPM/Thielemeyer

3. Holz ist natürlich

So wie der Mensch und die Natur, ist auch Holz längst nicht perfekt, doch gerade das schätzen viele Menschen an dem natürlichen Werkstoff. Getreu dem Motto „Wer Narben hat, hat was erlebt“ können selbst Kratzer und Dellen sowie Äste und Verwachsungen – in Maßen – zur positiven Ausstrahlung von Holz im Innenraum beitragen. Diese wird anders als bei den meisten künstlichen Oberflächenmaterialien stets als „warm“ empfunden, wenngleich die Wärmeleitfähigkeit gering und die natürlichen Dämmeigenschaften damit besonders gut sind. Insgesamt ist Holz der umweltfreundlichste Werkstoff überhaupt. Bei der Verarbeitung zu Möbeln und Co. wird, etwa im Vergleich zu Kunststoffen oder Stein, nur wenig Energie verbraucht. Der Rohstoff selbst wird mindestens so umfangreich nachgepflanzt wie abgebaut. Diese Nachhaltigkeit ist ein weiteres Kennzeichen des Holzes. Zudem speichert es langfristig klimaschädlichen Kohlenstoff.

4. Holz reguliert die Luftfeuchtigkeit

Holz ist hygroskopisch. Das heißt, es nimmt überschüssige Feuchtigkeit aus der Raumluft auf und gibt diese bei trockener Umgebungsluft wieder ab. Dank seiner einzigartigen Zellstruktur funktioniert der Werkstoff dabei wie ein Puffer, der die Luftfeuchtigkeit im Innenraum auf wohnfreundliche 45 bis 55 Prozent reguliert. Diese Funktion erfüllen Möbelstücke und Co. umso besser, je offenporiger sie sind, das heißt je weniger die Oberfläche versiegelt ist.

5. Holz ist einzigartig

Jeder Baum und jedes Möbelstück ist ein Unikat. Anders als gedruckte Dekorfolien und Objekte aus Metall oder Kunststoff besticht das Holz mit Einzigartigkeit. Damit passt es perfekt in die heutige Gesellschaft, die maßgeblich vom Megatrend der Individualisierung geprägt ist.

 

(Quelle: HDH/FT)

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