Schauspiel zum Thema „Burnout“: „Restglühen“

Das Schauspiel „Restglühen“ von Petra Wüllenweber, welches das Theater für Niedersachsen (TfN) am Donnerstag, 15. Oktober um 20.00 Uhr im Brückentorsaal aufführt, regt zur Frage an: „Wir wollen wir leben und arbeiten?“

Aktuell_Schauspiel_Restgluehen_c_Andreas HartmannGanz unterschiedliche Wege haben sie hierher geführt: Die Werbegrafikerin Carmen Wellner, der Musiker Ferdinand Kleewin, der Lehrer Thomas Lammenbehr, der Abteilungsleiter Jochen Billziger und die Verkäuferin Mirjam Schmitt begegnen sich in einem Burnout-Seminar. Unter der Führung ihrer Gruppenleiterin, der Psychologin Dr. Kimberk, tasten sie sich mal vorsichtig, mal widerwillig an ihre individuellen Probleme heran. Gerade als sie beginnen, Verständnis für die anderen und ihre eigene Situation zu entwickeln, schleicht sich Misstrauen in die Gruppe: Gibt jemand Informationen aus den Gruppensitzungen nach draußen? Ist der Spitzel vielleicht sogar einer von ihnen? Dr. Kimberk entgleitet die Situation…

„Burnout“ ist seit einigen Jahren eine Art „Modethema“. Der Sammelbegriff bezeichnet aber ein ganz reales Problem vieler Menschen. Die Symptome sind dabei so individuell wie die Ursachen. Den Betroffenen ist gemeinsam, dass sie an einen Punkt geraten sind, an dem ihr Leben so nicht weitergehen kann, gefangen im oft auch eigenen Anspruch zu allseitiger Effektivität und Leistungsbereitschaft. Dann sollen sie gesund werden. Oder verlangt das System nichts anderes, als nur möglichst schnell wieder leistungsfähig zu werden? Das TfN hat die Autorin und Regisseurin Petra Wüllenweber beauftragt, ein Stück zu schreiben, um über die Frage nachzudenken: Wie wollen wir leben und arbeiten?

Eintrittskarten zum Preis von 18,00 €/15,00 € gibt es im Vorverkauf bei der Schaumburger Zeitung. Weitere Informationen erhalten Sie vom Kulturring Rinteln e.V, Tel. (05751) 2229.

Foto: © Andreas Hartmann

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