Rintelner Kleinod zu neuem Leben erweckt: Der Weser-Postillion spielt wieder das Weserlied

Die Rintelner und ihre Gäste aus nah und fern können sich freuen: Der Weser-Postillion oben rechts in der Fassade des neuen Mosquito am Kirchplatz spielt wieder zweimal am Tag das Weserlied.

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Der Weserpostillion im Dezember 2014

Jeweils um 12.30 Uhr und um 16.30 Uhr öffnen sich die Türen oben in der Nordfassade des historischen Gebäudes am Kirchplatz und der Weser-Postillion lässt das schöne Weserlied erklingen. 1835 hatte Franz von Dingelstedt den Text gedichtet, die Melodie komponierte Gustav Pressel.

Vor fast 40 Jahren im Herbst 1975 wurde der Weserpostillion installiert, am 18. Oktober 1975 spielte er seine Musik zum ersten Mal. Seinen Namen erhielt er nach einem vom Inhaber des damaligen Modehauses Sasse initiierten Wettbewerbs.

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Der Weserpostillion im April 2000. Foto: Eulenburg

Lange Zeit dann war es still um das Rintelner Kleinod, das schnell zu einem Anziehungspunkt nicht nur für die Rintelner Bürger, sondern auch für die Touristen geworden war. Im Zuge der aufwendigen Restaurierung des „Alten Museums“ entschied sich Mosquito-Betreiber Kadir Boga, die Figur zu neuem Leben zu erwecken. In Absprache mit dem Hauseigentümer holte er den Weser-Postillion von der Firma Beckmann Elektro in Rinteln ab, wo er seit langem eingelagert war. Eine am Bau des neuen Mosquito beteiligte Firma erhielt den Auftrag, den Postillion zu restaurieren. Er wurde neu eingekleidet und bekam einen neuen, bunten Farbanstrich. Einigen Rintelnern wird sicherlich aufgefallen sein, dass der Umhang des Musikanten nun seinen kompletten Rücken bedeckt. Ende der 70er Jahre, so Kadir Boga, wurde der Postillion schon einmal von einer Firma aus Strücken restauriert.

In der Vorweihnachtszeit spielt der Postillion ein Weihnachtslied, ansonsten lässt er, wie in alten Zeiten, das Weserlied erklingen. Die Lieder wurden neu aufgenommen und digitalisiert und für die dunklen Wintermonate wurde eine Beleuchtung angebracht. Somit erstrahlt dank des großen Engagements von Kadir Boga nun nicht nur das „Alte Museum“ bzw. das alte „Modehaus Sasse“ wieder in neuem Glanze, sondern auch der allseits beliebte Weser-Postillion.

 

 

 

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