Noch ist es zu früh, um Tomaten zu pflanzen: …aber daran denken kann man schon

Von Gärtnermeister Karl-Heinz Zech

Ab ungefähr Mitte April sind Jungpflanzen von rund 30 verschiedenen Sorten erhältlich. Jetzt aber gibt es erst einmal wichtige Informationen für alle Hobbygärtner, die für den Ernteerfolg wichtig sind.

Wer zu früh pflanzt, erntet später! Warum? Weil bei zu niedrigen Temperaturen im Hobbygewächshaus keine Bestäubung stattfindet. Tomaten sind Windbestäuber und Insektenbestäuber – aber nicht durch Bienen. Windbestäubung in sehr früher Pflanzung kann man bei Blühbeginn nur durch tägliches Schütteln der Pflanzen erreichen.

Zur erfolgreichen Insektenbestäubung benötigt man fleißige Hummeln. Sobald in der Gärtnerei Zech die Tomatenblüte beginnt, werden dort Hummelvölker ihre Arbeit aufnehmen. Dann gibt es auch an der ersten Blütenrispe keine tauben Früchte mehr und somit keine Ernteverzögerung.

Wer etwas später, ca. Mitte Mai pflanzen möchte, kann dann schon bestäubte Tomatenjungpflanzen erhalten, aber natürlich auch beste Gurkensorten, Paprikas, Zucchini u.v.a.m.

Für die spätere Fruchternte werden bei Zech zur Schädlingsbekämpfung die sogenannten Nützlinge eingesetzt. Marienkäferlarven kümmern sich um evtl. Blattläuse, Schlupfwespen gegen weiße Fliege und Raubmilben gegen Spinnmilben.

Und als wichtiger Hinweis zu Blatterkrankungen: Mehltau und braune Krautfäule entstehen meist durch Niederschlag (Tau oder Nässe auf den Blättern), also oben schön trocken halten.

Auf Grund häufiger Nachfrage gibt es auch wieder „Tomatenseminare“. Termine finden Sie im Veranstaltungskalender.

Auf ein prima „Genießerjahr“!

Ihr Gärtnermeister Karl-Heinz Zech

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