Mehr als 200 Unterschriften für die “Charta”

Ein Zeichen setzen für ein Sterben unter würdigen Bedingungen war der Inhalt des Festakts zum 15-jährigen Bestehen des Hospizvereins in Rinteln.

RB_Hospizverein_Jubiläum_1_KBürgermeister Thomas Priemer als Schirmherr sprach von einer der schwersten ehrenamtlichen Tätigkeit, in die die Mitglieder des Vereins ihr “Herzblut” stecken. Sterben, Tod und Trauer seien immer noch Themen, mit denen viele Menschen sich nicht gerne befassten. Darum, so Priemer, verdiene es besondere Anerkennung, dass Leid der sterbenden Menschen auszuhalten und mitzutragen. Ingeborg Schumer als erste Vorsitzende des Hospizvereins erklärte, dass das moderne Hospizkonzept das Sterben als einen Teil des Lebens sieht. Darum ist das Logo des Vereins auch ein bunter Regenbogen. Der steht symbolisch für die Hoffnung, als beschützender Bogen und als tragende Brücke. Als Jubiläumsgeschenk gab es dafür eine Schneckenfrau im Regenbogenhaus.

RB_Hospizverein_Jubiläum_2_KUlrich Domdey, Dipl. Theologe und Vorsitzender des Landesstützpunktes Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen e.V., erklärte die “Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland” und die Bedeutung der fünf Leitsätze, die im Anschluss gemeinsam unterschrieben wurde. Der Extertaler Chor “Saitensprung” sorgte gleich mehrfach für die musikalische Umrahmung und den Abschluss machte Christoph Gilsbach mit seiner pantomimischen Theateraufführung.

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