Intercoiffure Thomas: Flüchtling vor Abschiebung gerettet

Der 19-jährige Ali Cakoli aus Serbien ist vor etwas über drei Jahren mit seiner Mutter nach Deutschland geflüchtet und hat seine neue Heimat in Rinteln gefunden. Nun droht ihm die Abschiebung und nur ein Ausbildungsplatz sichert ihm den weiteren Aufenthalt in Deutschland.

gw_coiffeur-thomas_kNach seiner Ankunft besuchte er die Hauptschule und ist seit dem 1. August 2016 Schüler der BBS Rinteln im Bereich Körperpflege. Er hat sich dem Fußballverein in Krankenhagen angeschlossen, mittlerweile viele Bekanntschaften geschlossen und Freunde gewonnen. Er hat sich einfach sehr gut integriert. Seine deutschen Sprachkenntnisse sind für die relativ kurze Zeit in Deutschland außergewöhnlich gut, er ist offen und aufgeschlossen – einfach ein netter Typ.

Sein Traumberuf ist der des Friseurs. Nun soll er abgeschoben werden und nur ein Ausbildungsplatz sichert ihm den weiteren Aufenthalt in Deutschland.

Also ergriff er selbst die Initiative, stellte sich bei Intercoiffure Thomas vor und bewarb sich dort um einen Ausbildungsplatz zum Friseur. Die Geschäftsleitung um Dietrich Frieser und Volker Hartmann war sofort so positiv von ihm angetan, dass sie ihm Hilfe zugesichert und einen Ausbildungsplatz angeboten haben. Bei der Handwerkskammer und der Ausländerbehörde in Stadthagen haben sie die benötigten Formalitäten abgestimmt und sich für seinen Verbleib in Deutschland eingesetzt.

Zurzeit macht er dreimal in der Woche ein Praktikum im Friseursalon und die Mitarbeiterinnen sind voll des Lobes über den hoffentlich künftigen Auszubildenden. Die langjährige Mitarbeiterin Elvira Lacatena, die im November ihre Prüfung zur Friseurmeisterin erfolgreich abgelegt hat: „Es macht Spaß, mit Ali zu arbeiten. Ein ganz lieber und vor allem lernwilliger junger Mann, der mit seiner sympathischen Art super bei unseren Kunden ankommt“.

Die Ausbildung von Ali Cakoli beginnt am 01.01.2017, es fehlt „nur noch“ die Genehmigung der Ausländerbehörde und die Chancen darauf stehen mehr als nur gut. Dann steht seinem Ziel, den Traumberuf zu erlernen und weiterhin hier zu leben, nichts mehr im Wege.

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