Giovanni’s Welt im Juni: Bettgeschichten

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Unglaublich… Als ich neulich morgens im Bett meine Augen aufschlug, hörte ich für ca. 2 Sekunden noch mein eigenes Schnarchen. Das war mir vorher noch nie passiert. Jetzt endlich glaube ich meiner Frau, die das immer schon behauptet hatte… Ich bin ein Schnarcher!

Im Internet bei Google liest man darüber: Mit Schnarchen bezeichnet man das knatternde Geräusch, das in den oberen Atemwegen erzeugt wird, weil unsere Muskulatur im Hals-Nasen-Rachenraum während des Schlafens erschlafft. Als ich mit diesem Wissen unserem warmen weichen Wasserbett entstieg, hatte ich erst einmal an dieser neuen Erkenntnis zu knabbern. Jetzt verstand ich auch, warum sich meine Gemahlin bisweilen mitten in der Nacht ins Gästezimmer umquartiert. Später tröstete ich mich damit, dass auch andere Körperteile erschlaffen können und das noch schlimmere Folgen hat, als ein lächerlich vibrierendes Zäpfchen. Zur meiner weiteren Beruhigung trug auch eine Statistik bei, die besagt, dass 60 % der männlichen Bevölkerung über 18 Jahre zu den Schnarchern zählen (…ich war also nicht allein) und Gott sei Dank nur 40 % bei den Frauen über 18 Jahre.

Als wir Anfang Mai mit der Familie für eine Woche zu einem Kurzurlaub nach Ibiza flogen, war für mich das Schnarchen längst kein Thema mehr. Jetzt war eher das Schnorcheln angesagt. Uns erwartete auf der Trauminsel ein blauer, wolkenloser Himmel, bei gut 28 Grad Wärme, ein wahrhaft blaues Meer, seichte Wellen und ein breiter Sandstrand. Durch die Vorsaison waren die Preise recht günstig und unser Hotel (4 Sterne) bot alles, was in der Werbung des heimischen Reisebüros versprochen wurde. In unserem Zimmer mit Meerblick stand ein mächtiges Doppelbett. Noch vor kurzem kannten wir Boxspringbetten nur aus elitären Luxushotels. Unsere Liegewiese war eines davon und war natürlich mega-bequem. Ich glaube, die berühmte Prinzessin aus dem Märchen von Hans Christian Andersen würde keine Erbse oder noch größeres Gemüse unter diesen Matratzen spüren. Vielleicht einen Rettich oder eine Wassermelone, aber wer weiß das schon.

Das war‘s schon fürs Erste mit meinen Bettgeschichten. Mehr verrät vielleicht der eine oder andere, wenn wir uns in den nächsten Wochen in einem unserer schönen heimischen Biergärten treffen. In den kommenden lauen Sommernächten und nach einigen kühlen Drinks kann schon mal ein pikantes Geheimnis angerauscht über die Lippen schlüpfen. Obwohl es immer noch heißt: ein Kavalier genießt und schweigt…

Euer Giovanni

 

 

 

 

 

 

 

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