Giovanni’s Welt im Januar: Einmal noch…

Giovannis_Welt

Unglaublich, beinahe hätte ich doch vergessen, meine Kolumne im Rintelner für die Januar-Ausgabe zu schreiben. Der turbulente Dezember mit den vielen Terminen unserer Rio-Band auf Weihnachtsmärken und Betriebsfeiern, feuchtfröhlichen Glühwein-Abenden mit zufällig getroffenen Freunden, und natürlich der übliche Stress mit dem Planen und Besorgungen von Weihnachtgeschenken brachte es mit sich, dass die Tage nur so dahin rasten. Aber wem erzähle ich das, Ihnen wird es genauso gegangen sein.

Der Abgabetermin für „Giovannis Welt“, immer so um den 21. des Monats, war längst überschritten und ich hatte noch nicht mal ein Wort auf‘s Papier gebracht. Nun denn, so dachte ich, einmal noch wird mir in diesem Jahr schon noch etwas einfallen. Gesagt getan: Ich machte mich an‘s Werk. Nach anfänglichen Grübeleien und einem Haufen zerknüllten Papiers mit verworfenen Ideen kam ich zu dem Entschluss, einfach über das „Jetzt und Hier“ zu schreiben.

Mir fiel auf, dass sich die Anzahl der Familienmitglieder und Freunde im Laufe des Lebens oftmals durch Sterbefälle und das Älterwerden im Allgemeinen eher reduziert. Die Kinder sind längst groß geworden und haben ihre eigenen Familien. Jeder feiert für sich und ein gemeinsames Treffen lässt sich immer komplizierter unter einen Hut bringen. Wobei es bei uns eine Veränderung gab, weil unser Sohn nun eine Freundin an seiner Seite hat, die zwei niedliche Mädchen mit in unsere Familie brachte. Das alljährliche Familienessen bei uns wurde auf Grund dessen schon auf den Sonntag vor Weihnachten gelegt. Es gab wieder den legendären unglaublich guten Sauerbraten meiner Frau mit selbstgemachten Klößen und lecker Rotkohl. Heiligabend soll nun bei dem einen Familienzweig und der erste Weihnachtstag bei dem anderen verbracht werden. Der Zweite Weihnachtstag ist für eine private Feier bei Freunden in Rinteln geplant, wobei ich wieder zu ehrenamtlichem Keyboardspielen plus Sangeskunst verpflichtet wurde. Dabei habe ich mir mal so nebenbei vorgestellt, wäre ich doch Makler, Polizist oder Finanzbeamter geworden, dann hätte auch ich einfach mal so Gast sein dürfen. Aber vielleicht hätte man mich dann gar nicht eingeladen. Ich werde es ja bald erfahren, wenn ich aus Altersgründen mein Musikanten-Dasein an den Nagel hänge. Was ich aber jetzt schon weiß oder befürchte, mein Musizieren wird mir als Rentner unendlich fehlen. Einmal Musiker, …immer Musiker. Vielleicht werde ich ja den Rekord von Jopi Heesters noch knacken.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein schönes 2016…

Euer Giovanni

 

 

 

 

 

 

 

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