Gemein­sam stark – und unabhängig: Wärme auf Vor­rat spei­chern mit der Hybridheizung

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Wärmepumpenhybridsystem © Buderus


Die Hybridhei­zung kom­bi­niert die Vor­teile ver­schie­de­ner Ener­gie­trä­ger und Heiz­sys­teme mit­ein­an­der – also einen Gas- oder Öl-Brenn­wert­kes­sel mit einer Solar­an­lage, einer Ein­zel­feu­er­stätte oder einer Wär­me­pumpe und spei­chert Wärme auf Vor­rat. Mit einer Hybridhei­zung sen­ken Sie des­halb nicht nur Ihre Ener­gie­kos­ten, son­dern machen sich auch unab­hän­gi­ger bei Ihrer Wärmeversorgung.

Herz­stück des Hybridsys­tems ist ein gro­ßer zen­tra­ler Wär­me­spei­cher. Hier spei­sen ein Gas- oder Öl-Brennwertkessel und zusätz­lich Solar­kol­lek­to­ren, Wär­me­pumpe oder ein was­ser­füh­ren­der Kamin­ofen über­schüs­sige Wärme ein. Der Spei­cher wird damit zur Wär­me­quelle für Hei­zung und Warm­was­ser. Ins­be­son­dere in den Übergangs­mo­na­ten im Früh­jahr und Herbst kön­nen Sie so einen Groß­teil der von Ihnen benö­tig­ten Ener­gie rege­ne­ra­tiv und damit umwelt­freund­lich erzeu­gen. Erst wenn die Tem­pe­ra­tur im Spei­cher unter ein bestimm­tes Niveau sinkt, springt der Gas- oder Öl-Heizkessel ein.

Gut zu wis­sen: Da der Puf­fer­spei­cher die Wärme aus den ver­schie­de­nen Ener­gie­quel­len sam­melt, muss er aus­rei­chend dimen­sio­niert sein.

Schritt für Schritt zur Hybridheizung

  • Im Zuge einer Hei­zungs­mo­der­ni­sie­rung kön­nen Sie ent­we­der eine neue Hybridhei­zung ein­bauen oder unter Umstän­den auch Ihre beste­hende Hei­zungs­an­lage ent­spre­chend umbauen lassen.
  • Am Anfang steht die gründ­li­che Inspek­tion Ihrer beste­hen­den Hei­zungs­an­lage durch einen Fach­hand­wer­ker. In kur­zer Zeit deckt er mit­hilfe eines stan­dar­di­sier­ten Hei­zungs­Checks mög­li­che Schwach­stel­len auf.
  • Auf die­ser Basis erstellt der Fach­hand­wer­ker einen Fahr­plan für die Sanie­rung. Im Ide­al­fall lässt sich Ihr beste­hen­der Gas- oder Öl-Brennwertkessel durch effi­zi­ente Heizungs­tech­ni­ken wie Solar­ther­mie, Wär­me­pumpe oder Kamin­ofen zum Hybridsys­tem erwei­tern. Ist Ihr beste­hen­der Heiz­kes­sel ver­al­tet, muss er natür­lich zunächst gegen einen moder­nen ener­gie­spa­ren­den getauscht werden.
  • Schließ­lich ver­schafft der Fach­hand­wer­ker Ihnen einen Über­blick über die Kos­ten und prüft dabei auch, ob Sie För­der­mit­tel in Anspruch neh­men kön­nen. Ent­spre­chende Pro­gramme gibt es für die all­ge­meine Moder­ni­sie­rung von Hei­zungs­an­la­gen und zusätz­lich für den Ein­bau von rege­ne­ra­ti­ven Wär­me­quel­len. wie z.B. für solar­thermische Anla­gen oder Wär­me­pum­pen.

 

Fakten zur Hybridheizung

  • ŸHybridheizungen verbinden die Vorteile von Sonne, Holz und fossilen Energieträgern.
  • Kernstück ist ein zentraler, ausreichend dimensionierter Wärmespeicher, in den Brennwertkessel, Solarkollektoren, Wärmepumpe oder Kaminofen überschüssige Wärme einspeisen. Der Wärmespeicher dient damit als Wärmequelle für Heizung und Warmwasser.
  • Erst wenn im Speicher eine bestimmte Temperatur unterschritten wird, übernimmt der Gas- oder Öl-Brennwertkessel die Wärmeerzeugung.
  • Gerade in der Übergangszeit lässt sich ein Großteil des Energiebedarfs durch regenerative Energien decken.
  • Durch eine Hybridheizung werden Energiekosten gesenkt und die Unabhängigkeit bei der Wärmeversorgung erhöht.

[Quelle: Intelligent heizen / VdZ]

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