Funkien-Vielfalt: Blattschmuck für schattige & halbschattige Standorte

Funkien gehören zur Familie der Liliengewächse und sind ursprünglich in Asien beheimatet. Der botanische Name der winterharten und langlebigen Stauden lautet Hosta. Die ersten Exemplare kamen bereits Ende des 18. Jahrhunderts nach Europa. Züchter bringen heute regelmäßig neue, attraktive Varianten auf den Markt, sodass es Funkien in einer erstaunlich großen Vielfalt gibt. Mehr als 40 Arten und hundertmal so viele Sorten sind bekannt.

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Foto: BGL

Besonders wegen ihrer großen, dekorativen Blätter setzen Landschaftsgärtner die Staude gerne bei der Gartengestaltung ein. Da die meisten Sorten schattige bis halbschattige Standorte bevorzugen, lassen sich mit den eindrucksvollen Blattschöpfen der Funkien vor allem nicht so sonnenverwöhnte Flächen verschönern. Hier kommt ihre große Vielfalt zur Geltung: Das Laub kann je nach Art und Sorte groß oder klein, dick oder dünn, gewellt oder glatt, länglich oder breit herzförmig sein. Auch die Blattfärbung zeigt viele Variationen: von gelblich über hellgrün und sattgrün bis zu blaugrün. Einige Funkien schmücken ihre Blätter auch mit aparten Zeichnungen in Creme, Weiß oder Gelb. Gerade durch die Leuchtkraft dieser sogenannten Panaschierungen können dunkle Gartenbereiche elegant aufgehellt werden.

Sonnenverträgliche Sorten

Was viele nicht wissen: Mittlerweile gibt es auch sonnenverträgliche Funkiensorten: ‘August Moon’ und ‘Sum and Substance’ zeichnen sich beispielsweise durch ihre dicken Blätter aus und kommen daher mit mehr Sonneneinstrahlung gut zurecht. Die gelbblättrigen Funkien benötigen sogar ausreichend Licht, damit sich ihre Farbe ausbilden kann. Eine zu intensive Beleuchtung würde hier allerdings zu Brandflecken führen. Deshalb ist für sie ein Platz in der Morgensonne genau richtig.

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Foto: BGL

Weiße und violette Blüten

Funkien gibt es in verschiedenen Wuchshöhen. Das Spektrum reicht von charmanten Minis, die nur eine Blatthöhe von fünf Zentimetern erreichen bis zu beeindruckenden XXL-Exemplaren, die bis zu einem Meter groß werden. Zwar richtet sich das Augenmerk bei den Stauden üblicherweise auf deren schönes Laub, aber ihre zarten glockenförmigen Blüten sind ebenso erwähnenswert. Von Juli bis September bilden die Pflanzen lange Stiele mit Trauben von weißen bis violetten Blüten, von denen einige sogar duften. Die Blühdauer ist bei den meisten Sorten recht kurz, allerdings gibt es auch Ausnahmen wie zum Beispiel die Funkie ‘Lancifolia’, die sich recht lange mit ihren helllila Blüten schmückt.

Feucht und nährstoffreich

Die Ansprüche der Funkien an den Boden sind eher gering. Humoses, schön lockeres und nährstoffreiches Substrat ist für die Blattschmuckstaude ideal. Damit sich das dekorative Laub im Frühjahr gut entwickelt, empfehlen Landschaftsgärtner, die Erde mit Kompost oder Dünger anzureichern. Auf eine Abdeckung des Bodens mit Rindenmulch sollte aber verzichtet werden. Weil die großen Funkienblätter viel Wasser verdunsten, muss die Erde in den Sommermonaten immer gut feucht gehalten werden. Staunässe mögen die Schönheiten allerdings gar nicht.

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