Farbtupfer im Haus: Sträuße aus dem eigenen Garten

Stauden zaubern nicht nur Farbe in den Garten oder in die Töpfe auf der Terrasse, viele Arten eignen sich auch hervorragend zum Herstellen von Sträußen und Blumenarrangements. Die bunten Farben des Gartens können damit ganz einfach ins Haus geholt werden.

© R. Rosner

Rispenhortensie (Hydrangea paniculata) und ein Arrangement aus verschiedenen Funkien (Hosta) bilden den Mittelpunkt dieser Tischdekoration. © R. Rosner

Ob als Strauß oder einzeln in der Vase, Schnittstauden sorgen für frische und freundliche Blickfänge auf Fensterbänken, Kommoden oder festlichen Tafeln.

Blumige Farbthemen für Innen Besonders edel präsentieren sich Sträuße, die Ton-in-Ton gestaltet sind. Im Staudenrepertoire gibt es viele Blütenpflanzen, mit denen sich Sonnenfarben ins Haus holen lassen. Die Schafgarbe (Achillea) ist eine langlebige Schnittschönheit, deren neue Sorten sowohl Gelb als auch die Farben Orange und Rot bereit halten. Garten_Sträuße_08_stauden_floristik_AKombiniert mit den goldgelben Blüten des Sonnenhut (Rudbeckia) oder der Sonnenblume (Helianthus decapetalus) und den orangen, gelben oder roten Blüten von Sonnenbraut (Helenium), ergibt sich ein leuchtender Strauß. In einem gelb-orange- roten Blumenensemble darf Frauenmantel (Alchemilla) als duftiges Beiwerk nicht fehlen. Die gelbgrünen kleinen Blütenstände sind lange haltbar und werten jeden Strauß auf. In vornehmen blau-weißen Farben zeigen sich die Blütenkerzen des Ehrenpreis (Veronica virginica). Passend dazu können die kugeligen dunkelblauen Blüten der Knäuelglockenblume (Campanula glomerata) und blauer oder weißer Rittersporn (Delphinium) verwendet werden. Die Blüten der Flammenblumen (Phlox paniculata) oder Kissenastern (Aster dumosus) in den Farben Weiß, Lila oder Blau ergänzen das Arrangement. Als Füllpflanze ist Schleierkraut (Gypsophila) bestens geeignet. Puristisch wirkt es, wenn inmitten eines Tuffs aus Frauenmantel (Alchemilla) oder Schleierkraut (Gypsophila) eine einzelne tellerförmige Blüte eingebunden wird. Umgeben mit einer grünen Manschette aus Bergenien- Blättern (Bergenia) oder kleinen Funkien-Blättern (Hosta) ergibt sich ein schöner Miniaturstrauß für die Tischdekoration. Schnittstauden, die sich auch zum Trocknen eignen, sind: Lavendel (Lavendel), Kugeldistel (Echinops), Edeldistel (Eryngium), Strandflieder (Limonium), Fetthenne (Sedum spectabile) oder Schafgarbe (Achillea ptarmica `White Pearl´). Blattschmuck, Gräser und Beiwerk für noch mehr Fülle

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Ungewöhnlich bei diesem Strauß: Die Hostablätter wurden mit der Oberseite nach außen gebunden und ergeben so einen Socken für den Blumenstrauß. © R. Rosner

Um eine größere Fülle zu erreichen sind Staudenblätter, Gräser oder duftige Blütenstauden geeignet. Die große Gruppe der Funkien (Hosta) hat variantenreiche Blätter, die sich gut in Sträuße einarbeiten oder als Blattmanschette gestalten lassen. Auch die ledrigen Blätter von Bergenien (Bergenia), Purpurglöckchen (Heuchera) oder Pfingstrosen (Paeonia) sind ideal, um einen Strauß mit etwas Grün aufzupeppen. Die Blüten von Frauenmantel (Alchemilla mollis), Schleierkraut (Gypsophila), Schafgarbe (Achillea ptarmica) oder Myrtenaster (Aster ericoides) verleihen einem Strauß Fülle. Neben grünem und blühendem Beiwerk sind Gräser aus der Floristik nicht wegzudenken. Mit den Blättern von Chinaschilf (Miscanthus) lassen sich senkrechte Strukturen gestalten oder auch Kränze anfertigen, die um den Strauß geschlungen werden können. Die Blüten von Diamantgras (Briza) oder Rutenhirse (Panicum) lockern Sträuße mit ihren grazilen Blütenständen auf. Tipps rund um die Straußbinderei Schneiden Sie die Blumen in optimalem Zustand. Die Blüten sollten noch nicht ganz offen sein, das Knospenstadium aber schon durchschritten haben. Zum Schneiden empfiehlt sich ein scharfes Messer, für härtere Stiele ist eine scharfe Gartenschere ideal. Die Pflanzen sollten im unteren Drittel von Blättern und Seitentrieben befreit werden. Legen Sie am Anfang eine Blume in ihre linke Hand. Nehmen Sie dann mit ihrer rechten Hand die bereit gelegten Blätter und Blumen im Wechsel auf. Die Stiele sollten von links oben nach rechts unten immer spiralförmig zu liegen kommen. Durch Drehen des Straußes während des Bindens erzielt man ein gleichmäßiges Bild. Mit Bast oder einer Schnur lässt sich der Strauß zusammenbinden und fixieren.

[Quelle: Bund deutscher Staudengärtner im Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG]

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