Fakten zu „Zeitarbeit als Chance“: Wussten Sie schon?

„Es macht Spaß. Sie ist gut bezahlt. Es wird nie langweilig. Ich kann endlich wieder arbeiten.“ So antworten Zeitarbeitnehmer, wenn sie zu Zeitarbeit gefragt werden.

Viele Arbeiter und Handwerker und Geschäftsleute zusammen als Gruppe im Team

Die Annahmen, dass Zeitarbeit nur kurzfristige Beschäftigungsperspektiven biete oder schlecht bezahlt werde, sind noch immer weit verbreitet. Doch das Gegenteil ist der Fall! Die Zeitarbeitsbranche bietet Chancen für den Ein- und Wiedereinstieg in das Berufsleben oder die Möglichkeit, sich beruflich umzuorientieren.

Wussten Sie schon, …

… dass Zeitarbeit ein Einstieg ins Berufsleben für Arbeitsuchende & Geringqualifizierte ist?
Das belegen seit Jahren Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Für 2016 hat die BA beispielsweise ausgewiesen, dass 18 % der Arbeitnehmer, die bei einem Zeitarbeitsunternehmen angefangen haben, zuvor länger als ein Jahr arbeitslos, also langzeitarbeitslos waren, oder noch nie beschäftigt waren. Weitere 50 % hatten bis zu einem Jahr keine Arbeit. Und mehr als 23 % der Zeitarbeitnehmer konnten keine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen, gehören damit also zu den Geringqualifizierten. Für Gering- bzw. Nichtqualifizierte sowie Arbeitsuchende ist Zeitarbeit also oftmals die beste Möglichkeit, in Erwerbstätigkeit einzusteigen!

… dass fast 80 % der Zeitarbeitnehmer vollzeitbeschäftigt sind?
Um genau zu sein, handelt es sich um 78 % der Zeitarbeitnehmer, die einer sogenannten sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigung nachgehen. Das hat jedenfalls – ganz offiziell – die Bundesagentur für Arbeit für das Jahr 2016 festgestellt. Auf dem Gesamtarbeitsmarkt sind es dagegen nur 63 % mit einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in Vollzeit.
… dass Zeitarbeit nachhaltige Beschäftigungsperspektiven bietet?
Denn nach zwei Jahren sind gut 70 % der Zeitarbeitskräfte weiterhin in Beschäftigung – sowohl bei Personaldienstleistern als auch außerhalb der Branche. Das hat das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung in Essen (RWI) In seiner Studie „Durchlässiger Arbeitsmarkt durch Zeitarbeit?“ für die Bertelsmann Stiftung herausgefunden.

… dass Zeitarbeitnehmer auch bei „Nichteinsatz“ bezahlt werden?
Das haben die Sozialpartner, also die Arbeitgeberverbände der Zeitarbeit und die DGB-Tarifgemeinschaft Zeitarbeit, gemeinsam in den Tarifverträgen für die Branche so festgelegt. Danach erhalten Zeitarbeitnehmer bei Urlaub und Krankheit, aber eben auch in Zeiten ohne Einsatz bei einem Kundenunternehmen, eine sogenannte „verstetigte Vergütung“. Das heißt, Zeitarbeitskräfte wissen immer, mit wie viel Geld sie rechnen können – egal, ob sie ein paar Tage krank sind, Urlaub machen oder das Zeitarbeitsunternehmen keinen Kundeneinsatz für sie hat.

… dass Branchenzuschläge Zeitarbeitnehmer an Equal Pay heranführen?
Denn Zeitarbeitnehmer erhalten automatisch nach einer Einarbeitungszeit von vier bzw. sechs Wochen gestaffelte Zuschläge auf ihr Entgelt, wenn sie ununterbrochen bei demselben Kundenunternehmen arbeiten. Je länger sie dort eingesetzt sind, umso höher fallen die Zuschläge aus. Auf diese Weise werden Zeitarbeitnehmer und Stammmitarbeiter nach neun Monaten nahezu gleich entlohnt.
(Quelle: 2017 Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister e.V. (BAP)

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