Ein Traumpaar für trockene Standorte: Zierlauch‚ Globemaster‘ und Downderry Lavendel

Früher wuchs Lavendel in deutschen Gärten häufig etwas unscheinbar im Kräuterbeet oder zu Füßen der Kletterrosen. Als echtes gestalterisches Element für den modernen Garten wurde der duftende Halbstrauch mit dem silbergrauen Laub erst in den letzten Jahren entdeckt.

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Auch die Schmetterlinge lieben den duftenden Lavendel. Foto: Angelika Wolter / pixelio.de

Entscheidend dazu beigetagen hat sicher auch Simon Charlesworth. In seiner Lavendelgärtnerei Downderry im südenglischen Kent züchtet, selektiert und kultiviert er Hunderte verschiedene Sorten. Ihm ist es zu verdanken, dass es Lavendel heute neben dem klassischen Blauviolett auch in edlem Weiß, pudrigem Rosa, Himmelblau, Tiefblau und Lila bei uns im Handel gibt. Auch unterschiedliche Größen werden angeboten: Neben Winzlingen, die nur 30 Zentimeter Wuchshöhe erreichen – Sorten wie etwa ´Miss Muffet´ oder ´Thumbelina Leigh´ – gibt es auch Riesen, die mehr als doppelt so groß werden können – z.B. ´Twickle Purple´ oder ´Gros Bleu´.

Farbakzente

Damit Lavendel seine faszinierende Wirkung – so wie man sie von den Feldern aus Südeuropa kennt – entfalten kann, sollte er auch im Garten in Gruppen flächig gepflanzt werden. Ab Juni, wenn die ersten Blütenähren erscheinen, setzt er so einen sehr deutlichen Akzent. Je nach Geschmack kann man sich bei der Gartengestaltung entweder auf eine Sorte beschränken oder verschiedene miteinander kombinieren. Solange keine Frostgefahr besteht, kann Lavendel das ganze Jahr über gepflanzt werden. Es ist daher sinnvoll, bis Mitte Mai zu warten.

Der ideale Standort für Lavendel ist sonnig und möglichst windgeschützt, die Erde nährstoffarm, trocken und sandig. Da die Pflanze ursprünglich aus südlichen Gefilden stammt, mag sie keine Staunässe, weshalb der Boden gut durchlässig sein sollte. Mit Lavendelpflanzen lassen sich auch ganz hervorragend Trockenmauern bepflanzen, Beete einfassen und Dufthecken anlegen. Auch im Staudenbeet macht er eine gute Figur. Optisch harmoniert Lavendel sehr gut mit Rosen. Die verschiedenen Blautöne der Downderry Sorten ´No. 9´ oder ‘Pacific Blue‘ etwa bilden einen interessanten Farbkontrast zu roten, weißen oder gelben Rosenblüten.

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Foto: Kurz/Downderry

Blütenkugeln über Ährenfeld

Ungewöhnliche, aber sehr reizvolle Kontraste bietet die Kombination von Zierlauch (Allium) und Lavendel. Allium gehört mit seinen großen Blütenbällen und den kraftvollen Stielen zu den imposantesten Zwiebelblumen. Seine kugeligen Scheindolden können bei einigen Sorten – z.B. dem Allium ‚Globemaster‘ – groß wie Kinderköpfe werden. Jede einzelne dieser Blütenkugeln setzt sich aus zahlreichen, filigranen Sternenblüten zusammen.

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Foto: piu700 / pixelio.de

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Foto: Raphaela C. Näger / pixelio.de

Die Farbpalette des Zierlauchs reicht vom schlichten Weiß über ein zartes Rosa bis zum tiefem Blau und Violett und entspricht damit in etwa dem Farbspektrum des Downderry Lavendels. Farblich besteht also Harmonie. Die jedoch sehr unterschiedlichen Wuchs- und Blütenformen der beiden Pflanzen lassen sich nutzen, um wunderbare Gartenbilder zu komponieren. Setzt man die Blumenzwiebeln im Herbst zwischen eine Gruppe Lavendelpflanzen, schweben im Frühsommer Blütenbälle über den vielen kleinen Blütenähren des Halbstrauchs.

(Quelle: GPP)

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