Ein Fall für Profis: Feuchtigkeitsschäden in Mauern & Fassaden

Sind Wände in den Obergeschossen oder im Keller nass, zeigen sich Risse in der Fassade oder ist ein Wasserschaden eingetreten, ist eine genaue Schadensanalyse vom Fachmann unerlässlich. Erst danach kann mit einer erfolgreichen Sanierung begonnen werden.

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Beschädigte Fassaden verlieren erheblich an Wärmedämmfähigkeit. Foto: focus finder/fotolia

Schäden durch Feuchtigkeit an Wänden, Decken und Böden haben viele mögliche Ursachen und sind ein Arbeitsgebiet für erfahrene und qualifizierte Bautenschützer. Nicht selten sind es minimale Mängel am Bau, die im Laufe der Zeit zu einem erheblichen Schaden am Gebäude geführt haben. Zur Feststellung der Ursache des Schadens bedarf es daher zunächst einer genauen Schadensanalyse durch einen Bausachverständigen für Bautenschutz oder einer Bautenschutz Fachfirma. Erst danach kann mit der Behebung des Schadens bzw. mit einer erfolgreichen Sanierung des Gebäudes begonnen werden.

Feuchte Wände – Ursache und Wirkung

Die häufigste Ursache für eine Durchfeuchtung des Mauerwerks ist eine fehlende oder nicht funktionierende Abdichtung gegen aus dem Boden aufsteigende oder seitlich eindringende Feuchtigkeit. Aber auch falsche Baustoffe, Schwitzwasser, hervorgerufen durch eine nicht vorhandene oder ungenügende Wärmedämmung, oder Leckagen können der Grund für feuchte Wände und denen damit verbundenen Schäden sein.

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Aufsteigende Feuchtigkeit führt zu Schimmelpilzbildung in den Innenräumen. Foto: ZVSH

So wurden z.B. bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts Häuser nur selten horizontal gegen aufsteigende Feuchtigkeit geschützt. Entsprechend leiden gerade Altbauten im unteren Sockelbereich unter einer starken Durchfeuchtung. Die Wirkung aufsteigender Feuchtigkeit äußert sich dann in der Zermürbung von Mauerziegeln, Mörteln, Putzen, Anstrichen und Beschichtungen, führt zu Schimmelpilzbildung in Innenräumen und Schwammbefall an Holzbauteilen und in extremen Fällen zur völligen Zerstörung der Bausubstanz.

Zudem kosten feuchte Wände Geld, und dies Tag für Tag. So verlieren Fassaden, die nicht ausreichend vor Feuchtigkeit geschützt sind, erheblich an Wärmedämmfähigkeit. Bei einer nur zehnprozentigen Durchfeuchtung von Putz und Mauerwerk sinkt der Wärmedämmwert schon um die Hälfte. Die Folge sind unnötig hohe Heizkosten, ganz abgesehen von möglichen gesundheitlichen Schäden und Wohnwertverlusten.

Die Sanierung von Feuchtigkeitsschäden ist eine Aufgabe für Profis

Die Schwierigkeiten bei der Beseitigung von Feuchtigkeitsschäden beginnen meist schon mit der Auswahl des geeigneten Sanierungsverfahrens. Moderne Techniken und verbesserte Schutzsysteme eröffnen dem Holz- und Bautenschutz ständig neue Möglichkeiten. Doch falsche Maßnahmen, in Unkenntnis der Ursache, vergrößern den Schaden eher, als ihn zu beseitigen.

Bauherren sollten deshalb bei der Auftragsvergabe kritisch sein und im Zweifelsfall den Rat von Fachleuten und Bausachverständigen einholen. Eine exakte Schadensanalyse mit eindeutiger Diagnose ist immer die Voraussetzung für eine effektive Sanierung und Instandsetzung. Außerdem erweist es sich häufig als günstig, regionale Handwerksbetriebe zu beauftragen, wenn sie die notwendige Befähigung nachweisen können, denn so hat der Bauherr bei Schwierigkeiten schnell einen kompetenten Ansprechpartner.

(Quelle. DHBV e.V.)

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