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Lana Del Rey

Lust For Life

Sechs Jahre ist es inzwischen her, dass Lana Del Rey (31) mit dem Song „Video games“ ihren Durchbruch feierte. Nach Lady Gaga (31) hatte der Pop-Markt endlich wieder eine kleine Sensation zu bieten, auch wenn der Hype um die New Yorkerin im Vergleich etwas bescheidener ausfiel. Dennoch blieb Lana Del Rey am Ball und versorgte die Hörerschaft regelmäßig mit neuer Musik. So vergingen auch jetzt, zwischen ihrem letzten Album „Honeymoon“ (09/2015) und dem neuen Werk „Lust For Life“, gerade einmal zwei Jahre.
Die 31-Jährige ist ihrem schläfrig-verträumten Vintage-Pop treugeblieben, auch wenn dieser den einen oder anderen Hörer inzwischen langweilen könnte. Sei’s drum. Dann ist dies halt so. Denn Lana Del Rey hat diesen Sound zwischen Filmmusik, Pop, R&B und HipHop-Beats zu ihrem Markenzeichen manifestiert und sortiert zugunsten dieser speziellen Ästhetik alles andere unter.
Für das Gelingen holte sie sich neben Langzeitpartner Rick Nowels Kollegen wie The Weeknd, A$AP Rocky, Sean Lennon, Stevie Nicks, Emile Haynie oder auch Max Martin ins Studio, die dafür sorgten, dass Lana Del Reys Songwriting nicht im eigenen Saft schmort, sondern einen zeitgemäßen Anstrich erhält. So gibt es auf „Lust For Life“ nun vermehrt Rap-Parts, TripHop-Einflüsse, Streicher-geschwängerte Balladen sowie neuartige politische Stellungnahmen zu hören.
Zwar haben sich über die üppige Spielzeit von 72 Minuten auch ein paar wenige Längen eingeschlichen, doch mit der Atmosphäre, die Lana Del Rey auf diesem Album zum erneuten Mal erschaffen hat, behält die Sängerin und Songschreiberin ihre Ausnahmestellung im aktuellen Pop-Geschehen weiterhin bei.

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