Die Fläche rund ums Haus: Vom Garten zum persönlichen Paradies

Ob in Gartenbüchern, in Internetvideos oder beim Plausch über den Zaun – immer wieder berichten Gartenbesitzer von der Erfahrung, dass ein Garten erst dann zum eigenen Grün wird, wenn man ihn richtig kennenlernt.

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Ein privates Refugium, in dem man Natur erleben und sich wohlfühlen kann, wird der Garten, wenn seine Besitzer ihn nach ihren Vorstellungen formen. Foto: BGL

Wenn man genau weiß, wo sonnige, wo schattige Lagen sind, welche Plätze man besonders mag und auch, was man gern verändern würde, kann man anfangen, sich den Garten im besten Sinne zu eigen zu machen. Denn ein Garten lebt von Veränderung. Er wächst von Jahr zu Jahr und wechselt sein Erscheinungsbild mit den Jahreszeiten. Dabei braucht er die gärtnernde Hand, um nicht zu verwildern. Schließlich ist der Garten ein von Menschen geschaffener, künstlicher Ort. Hier kreieren wir aus der Natur ein privates Refugium und hier können wir Natur erleben. Zum individuellen Wohlfühlort wird der Garten, indem seine Besitzer ihn nach ihren Vorstellungen formen.

 

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Im Garten können Groß und Klein kreativ und unabhängig sein und den Gedanken freien Lauf lassen. Foto: BGL

Natur erleben

Im Garten können wir das ausleben, was im Alltag häufig zu kurz kommt. Kreativ sein, unabhängig sein und den Gedanken freien Lauf lassen. Spötter mögen das Weltflucht nennen. Die Experten für Garten und Landschaft wissen, ein Garten ist Genuss pur – selbst in der kalten Jahreszeit: Ob man als Versprechen in die Zukunft Blumenzwiebeln vergräbt, bunt gefärbtes Laub sammelt, um damit das Haus zu dekorieren, oder ob man Eichhörnchen dabei beobachtet, wie sie Futterreserven für den Winter suchen. Ein gelungener Garten bietet Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen. Hier kann man Natur mit allen Sinnen wahrnehmen: das Gefühl von weichem Rasen unter den Füßen spüren, dem Gesang der Vögel lauschen, den Geschmack von eigenen Erdbeeren kosten, die erste und die letzte Blüte der Saison erschnuppern. Alles bewegt sich im Kreislauf des Lebens: Blühen und Fruchttragen, Wachsen und Vergehen. Erwachsene inspiriert ihr Garten nicht selten zu tiefgründigen Gedanken und Kinder spielen und lernen dort mit Begeisterung. Sie sammeln dabei Erfahrungen, die unschätzbar wertvoll sind.

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Eine Lieblingspflanze oder ein bestimmter Gartenstil kann zur Neugestaltung des eigenen Grüns inspirieren. Bei der Umsetzung hilft der Landschaftsgärtner. Foto: BGL

Zeig mir Deinen Garten…

Wer von sich sagen kann, dass er in seinem Garten glücklich ist, hat meist viel Zeit und Herzblut hineingesteckt. Im besten Fall ist der Garten ein Spiegel unseres Selbst. Das kann ganz zaghaft mit der Suche nach Lieblingspflanzen beginnen, die dann auf ungewöhnliche Weise miteinander kombiniert werden. Andere begeistern sich für einen bestimmten Gartenstil – ein Bauerngarten, ein japanischer Garten oder ein minimalistischer Stadtgarten. Diese Konzepte lassen sich ganz individuell umsetzen. Wichtig ist dabei die Frage, was man im Garten tun will. Soll er ein intimer Rückzugsort sein, an dem man gemütlich ein Buch liest? Soll der Garten ein Ort für Aktivität und Sport oder ein Treffpunkt für Geselligkeit sein?

Im Winter planen

Wenn man sich bei der Gartengestaltung an eigenen Bedürfnissen orientiert und Standortbedingungen optimal nutzt, entsteht eine ganz persönliche Gartenidylle. Im Winter haben viele Gartenbesitzer Zeit, um sich in Ruhe Veränderungen des Gartens zu überlegen. Das nächste Gartenjahr soll schließlich noch schöner werden. Bei einer größeren Umgestaltung des Gartens ist es empfehlenswert, sich von einem Landschaftsgärtner beraten und unterstützen zu lassen. Er vereint Pflanzenwissen mit gestalterischem Know-How, kennt zum Beispiel Pflanzen, die Vögeln einen Lebensraum bieten, und kann Terrassen, Wege und Mauern nach persönlichen Vorstellungen anlegen.

[Quelle: BGL]

 

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