Der Sinn der Kinderkrankheiten

Gesund & Fit_Kinderkrankheiten_Sondermannvon Sabine Sondermann, Heilpraktikerin und Ernährungsberaterin

In unserer modernen Welt wird Krankheit oft als etwas Schlechtes empfunden. Lästige Symptome gilt es möglichst schnell zu beseitigen.

Ein Baby wird normalerweise mit allem, was es für seine Immunabwehr braucht geboren. In den letzten Wochen vor der Geburt bekommt es von seiner Mutter einen Teil ihrer Immunabwehrstoffe übertragen. Diesen Schutz vor Krankheitserregern nennt man auch Nestschutz. Der von der Mutter geliehene Nestschutz hält ca. 6 Monate. Das Baby ist also keineswegs hilflos, sondern von Anfang an bestens für den Start ins Leben gerüstet. Allerdings ist es durch den Nestschutz nicht automatisch gegen alle Krankheiten geschützt. Der Schutz bezieht sich nur auf Krankheiten, die die Mutter aktiv durchgemacht hat. Auch die Art der Entbindung und das Stillen haben großen Einfluss auf das Abwehrsystem. Bei der Passage des Geburtskanals schluckt das Baby die Mikroorganismen von Darm- und Vaginalflora der Mutter und baut damit seine bisher keimfreie Darmflora auf. Bei Kaiserschnittgeburten findet dieser Übertragungsvorgang nicht statt. Weil sich 80 % unseres Abwehrsystems im Darm befindet, ist es wichtig, diese Bakterien bei Kaiserschnittgeburten und nicht gestillten Babys mittels entsprechender Präparate von außen zuzuführen. Diese Darmkeime sorgen auch für eine gesunde Verdauung und haben sogar Einfluss auf das Körpergewicht. In den folgenden Monaten trainiert Baby sein eigenes Immunsystem mit diversen Infekten. Sein Abwehrsystem bildet Gedächtniszellen der erfolgreich bekämpften Erreger und speichert diese im Körper. Beim wiederholten Kontakt mit dem Erreger wird damit der Angreifer sofort vernichtet. Deswegen kann man bestimmte Krankheiten kein zweites Mal bekommen.

Diesen Mechanismus möchte man sich auch mit dem Impfen zunutze machen. Im Alter zwischen sechs Wochen und 14 Monaten werden unsere Neugeborenen lt. aktueller Impfempfehlung insgesamt mit 34! Krankheitserregern plus vieler Zusatzstoffe wie Aluminium, Thiomersal, Formaldehyd und Antibiotika per Injektion in den Muskel konfrontiert. Sicher ist dieser Weg der Immunisierung leider nicht, deswegen werden die Impfcocktails wiederholt. Auf natürliche Weise müsste sich ein Organismus niemals mit 6-8 Krankheitserregern gleichzeitig auseinandersetzen, die ihm mit einer Impfung, unter Umgehung aller normalen Schutzbarrieren, gleichzeitig direkt in den Körper injiziert werden. Wen wundert es, dass das Immunsystem hier schon mal überreagiert und dass sich diese überschießende Immunreaktion in Form von Allergien und chronischen Entzündungen äußert. Die Blut/Hirnschranke ist beim Baby noch nicht ausgereift. Deswegen ist es auch denkbar, dass die in den Impfseren enthaltenen Zusatzstoffe psychosoziale Veränderungen, Konzentrationsstörungen, ADHS bis zu epileptischen Anfällen verursachen können. Impfungen haben sicher dazu beigetragen, dass einige Krankheiten ihren Schrecken verloren haben. Objektiv gesehen müsste jetzt jedoch der Zusammenhang zwischen den Impfvorgaben der ersten 14 Lebensmonate und den drastisch steigenden chronischen Erkrankungen in den Folgejahren mehr in den Fokus der wissenschaftlichen Untersuchungen rücken. Dr. Friedrich Graf, Gynäkologe und Kinderarzt, beschreibt seine oft beobachteten Reaktionen auf Impfungen sehr treffend: Entzündete Einstichstelle, grippeähnliche Symptome, unruhiger Schlaf, Albträume und schrilles Schreien in der Nacht. Durchfall, Fieber, Neurodermitis, wiederkehrende Bronchitiden und Mittelohrentzündungen. Kein Wunder also, dass Kinderärzte heute ebenso viele Medikamente verordnen wie Internisten.

Zu beobachten ist auch, dass Kinder nach einer erfolgreich durchgemachten Kinderkrankheit einen Entwicklungsschub durchleben. Fieber und Ausschläge, mit denen Kinderkrankheiten meistens einhergehen, sorgen dafür, dass der Körper auf natürliche Art und Weise entgiftet, gereinigt und das Immunsystem gestärkt wird. „Gebt mir die Macht, Fieber zu erzeugen, und ich heile jede Krankheit«, wusste bereits der griechische Philosoph Parmenides lange vor unserer Zeit.

Bleibt festzuhalten: Wichtig ist nicht die Vermeidung von grundsätzlich allen (Kinder)Krankheiten, sondern die Stärkung des Immunsystems. Zu frühes Impfen und Überimpfen sollte kritischer betrachtet werden. Sanften alternativen Therapien sollte, gerade bei Kindern, wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden, denn erfahrenen Fachleuten stehen aus der Homöopathie zahlreiche Mittel zur Verfügung, mit denen sich harmlose Kinderkrankheiten komplikationslos überwinden lassen. Homöopathisch begleitet lassen sich Impfnebenwirkungen minimieren, ebenso wie Nebenwirkungen bereits verabreichter Impfungen. Empfehlenswerte weiterführende Literatur: Dr. Ungern-Sternberg: „Vom Sinn der Kinderkrankheiten“, Dr. Kneißl: „Impfratgeber aus ganzheitlicher Sicht“, Dr. Graf: „Die Impfentscheidung“ und sehr hilfreich bei bereits bestehenden chronischen Krankheiten wie Konzentrationsstörungen, sozialen Auffälligkeiten, AD(H)S, Allergien, chronisch wiederkehrenden Infektionen: Tinus Smits: „Das Impfschaden-Syndrom“.

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