Das Zuhause wird vernetzt: Digitaler Komfort

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Abb.: Miele

Digitale Angebote für die Heim-Vernetzung boomen: Heizung per App regulieren, Feuermelder online beobachten, Kameras und Bewegungsmelder oder die ganz persönliche Wetterstation.

Das ist aber nur der Anfang: Jedes Zimmer im Haus 3.0 wird digitalisiert. Digital Comfort zieht ein in unsere Wohnungen und unsere Möbel: sensorgesteuerte Schränke, Sofas, Tische, Duschen und Leuchten sollen unser Leben erleichtern.

Alle Elektrogeräte kommunizieren mit dem eigenen Tablet oder Smartphone, die digitale Einkaufsliste wird direkt mit dem Online-Supermarkt verknüpft, und der Rezept-Generator weiß genau, was an Vorräten im Hause ist, und spuckt das passende Rezept dazu aus.

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Foto: Siemens

Im Badezimmer ist die digitale Revolution zum Teil schon Realität. Alle Hausbewohner können in der Dusche ihr individuelles Duschprogramm abrufen: Ob jemand ein Warm- oder ein Kaltduscher ist, oder ob er/sie eher ein vitalisierendes oder ein gemütliches Wasserprogramm bevorzugt, weiß die Armatur irgendwann besser als der Bad-Besitzer. Berührungslose Armaturen finden auch im privaten Bereich immer mehr Beachtung, und Dusch-WCs mit eingebauter Po-Dusche, Sitzheizung und Integriertem Radio sind inzwischen auch auf der nördlichen Erdhalbkugel im Kommen; selbst die Online-Verbindung des WCs mit der Hausarzt-Praxis samt regelmäßiger Übertragung der Vital-Daten scheint nur noch eine Frage der Zeit.

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Foto: Koelnmesse

Schreibtische fahren per App hoch und runter, Garagen-Tore gehen auf und wieder zu, Sofas neigen sich dem Nutzer entgegen und leuchten freudig zum Empfang auf. Esstische klappen sich automatisch zusammen, Oberschränke gehen auf einen Handwink automatisch auf, Boxspingbetten leuchten beim Aufstehen auf und beleuchten den Fußboden, und das Waschbecken wird sich künftig wohl auch auf die jeweilige Körpergröße seines Nutzers einstellen können.

Für Anhänger der „Quantified Self“-Bewegung (Selbstvermessung, Anm. d. Red.) sei noch auf den Fitness-Tracker in Form eines Armbands zur Analyse von Vitaldaten und Schlafgewohnheiten hingewiesen. Hier könnten jedoch ein gutes Bett und ein Abendspaziergang unter Umständen mehr Gutes tun. Ergonomische Möbel und adaptive Systeme können aber den Alltag gerade älterer Menschen sinnvoll erleichtern.

Sinn und Unsinn der Digitalisierung von Heim und Herd, Medien und Mensch liegen eben dicht beieinander.

(Quelle: Koelnmesse)

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