CD-Tipp: Michael Bublé – Nobody But Me

multi_cd_bubleKanadas Swing-Pop-Ikone Michael Bublé geht etwas mehr als drei Jahre nach „To Be Loved“ (04/2013) pünktlich zum Weihnachtsgeschäft mit einem neuen Studioalbum ins Rennen.

Schon der erste Song auf „Nobody But Me“, „I believe in you“, ist ein ansteckender Popsong im Breitwandformat, dem im Laufe der 45-minütigen Spielzeit wieder ein paar schöne Klassiker des Swing- und Jazz-Genres wie „The very thought of you“, „My kind of girl“, „I wanna be around“ oder auch „My baby just cares for me“ an die Seite gestellt werden. Dieses Konzept funktioniert nun seit mehr als zehn Jahren und bedarf vermutlich keiner Änderung. Obwohl, was ist das? Im Titeltrack lässt Bublé von Black Thought (The Roots) tatsächlich mit einem Freestyle-Rap in die Parade fahren.

Das hat Stil, auch wenn es danach gleich wieder mit einer gehäuften Portion Schmalz durchs nächtliche Rom geht („On an evening in Roma“). Auf diese Weise wechseln sich flauschige Orchesterklänge („The very thought of you“) mit poppigen Einlagen ab („Today is yesterday’s tomorrow“), als wäre diese Mischung das natürlichste auf der Welt.

Fazit: Mit „Nobody But Me“ ist dem Kanadier ein herrlich unbeschwerter Longplayer gelungen, der zwischen Swing, Jazz und Pop alles richtig macht, ohne Kompromisse einzugehen. Vorausgesetzt, der Hörer bringt eine gewisse Affinität für diesen Sound mit, der dem einen oder anderen sicher etwas zu schmalzig sein könnte.

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