CD-Tipp im Mai: Marit Larsen – When The Morning Comes

Marit Larsen – When The Morning Comes

Multi_CD_MaritLarsenIn ihrer Heimat Norwegen ist die süße Marit Larsen schon lange ein Superstar und auch wenn sie in Deutschland bislang nicht eine solche Stellung einnehmen konnte, hat sie sich eine treue Fangemeinde erspielen können.

Den Startschuss lieferte ihr speziell zusammengestelltes Portfolio „If A Song Could Get Me You“ (2009) mit dem gleichnamigen Hit recht medienwirksam und erfolgreich. Mit dem darauffolgenden vollwertigen Album „Spark“ (2011) lief es weniger rund, aber immerhin konnte man auf die gewonnenen Fans bauen.

Doch ihr neuer Longplayer „When The Morning Comes“ ist gut, herrlich charmant und in Sachen Songwriting nochmal ein Level höher als die Vorgänger. Für die Aufnahmen ist die junge Frau stilecht nach Nashville gejettet. Zwar riecht „When The Morning Comes“ nicht gerade nach Nashville, aber das macht die Norwegerin auch klar – viel mehr habe sie die hiesige Folk-Szene beeinflusst, Country ist mit der Lupe zu suchen. Ironischerweise bot selbst „Spark“ in Songs wie „Coming Hole“ oder „Me And The Highway“ mehr Country als jede Nummer eines Albums, das in Nashville aufgenommen wurde.

Im Endeffekt ist „When The Morning Comes“ das typische Album Marit Larsens und somit herrlich angenehm, unaufgeregt und getragen von ihrer lieblichen, doch ohne Frage ausdrucksstarken Stimme. Pop-Songs mit Dynamik und Melodie treffen auf in sich gekehrte und teilweise sogar sphärisch anmutende Balladen. Die Kompositionen sind gelungener denn je und dokumentieren Marit Larsens Reife. Insgesamt ist „When The Morning Comes“ eine runde Angelegenheit, welche nach dem eher enttäuschenden „Spark“ nicht nur wieder eine Marit Larsen in Topform zeigt, sondern auch musikalisch einige Schritte nach vorne geht.

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