CD-Tipp im Juli: Of Monsters And Men – Beneath The Skin

Multi_CD_OfMonstersAndMenMit ihrem Debütalbum „My Head Is An Animal“ lieferte die fünfköpfige isländische Band Of Monsters And Men ein durch die Bank gelungenes Werk ab, das sich mit seinen zahlreichen Singleauskopplungen wie zum Beispiel „Little talks“ zu einem wahren Hitparaden-Dauerbrenner entwickelte.

Of Monsters And Men haben den Bogen raus, wie eingängige Popmusik zu klingen hat, auch wenn die vier Männer und Sängerin Nanna Bryndís Hilmarsdóttir erst einmal die Köpfe von dem überwältigenden Erfolg freibekommen mussten. Folgerichtig ist das neue Album „Beneath The Skin“ nachdenklicher, ernster und inhaltlich etwas düsterer als das Debüt ausgefallen. Aber keine Angst! Die Isländer sind nicht zum Gothic-Pop konvertiert. Sie sind lediglich gereift. Und das hört man ihren Liedern auch an. Der Hörer muss diesmal nur etwas tiefer tauchen und die Lauscher aufsperren. Denn ein zweites „Little talks“ ist diesmal nicht dabei.

Und doch ist das zusammen mit Produzent Rich Costey entstandene Werk nah am Maximum, was heutzutage aus (Folk-)Pop herausgeholt werden kann. Titel wie „Hunger“, die sich nicht sofort an den Hals des Hörers werfen, oder auch „Empire“ und „Black water“ tänzeln exakt auf der Naht zwischen Anspruch und eingängiger Popmusik, ohne den Hörer allzu sehr zu fordern. Irgendwie schien es klar, dass Of Monsters And Men den Überflieger „My Head Is An Animal“ nicht würden toppen können. Trotzdem liefern die fünf Isländer mit „Beneath The Skin“ ein sehr erwachsenes Werk ab, das ein paar Durchläufe benötigt, um zu reifen. Dafür überzeugen die Songs aber mit schmeichelnden Melodien und schönen Arrangements.

Über den Autor