Blütenhecken: Kunterbunt und voller Leben

Immergrüne, in Form geschnittene können ihr Aussehen über viele Jahre beibehalten und verändern sich während der unterschiedlichen Jahreszeiten kaum. Ganz anders sieht das bei blühenden Heckenpflanzen aus: An den überwiegend laubabwerfenden Gehölzen lässt sich der Wechsel der Jahreszeiten gut ablesen – von den ersten zarten Knospen im Frühjahr bis zu den sich verfärbenden Blättern und dem leuchtenden Fruchtschmuck im Herbst.

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Der Schmetterlingsstrauch lockt mit seinen Blütenrispen den ganzen Sommer lang hübsche Falter in den Garten. Foto: BGL

Blühende Heckenpflanzen bringen Abwechslung und Farbe in den Garten und wirken aufgrund ihres lockeren Wuchses sehr natürlich. Im Sommer bieten sie Sichtschutz und im Winter lassen sie die tiefstehende Sonne ungehindert das Grundstück bescheinen.

Welche Gehölze für ein Gelände die richtigen sind, richtet sich zum einen natürlich nach dem persönlichen Geschmack des Gartenbesitzers, zum anderen nach der Grundstücksgröße und der Funktion, die eine Hecke haben soll. Wer eine besonders schöne, vielfältige Blütenhecke pflanzen möchte, sollte sich einen Pflanzplan vom Landschaftsgärtner vor Ort erstellen lassen. Er weiß, welche Sträucher zu welchem Standort passen, wie hoch und breit die Gehölze werden und wie man sie geschickt kombiniert. Wichtig dabei: Auch bei Mischpflanzungen sollte man sich auf wenige, ausgesuchte Arten beschränken, da diese dann besonders zur Geltung kommen.

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Landschaftsgärtner empfehlen, für Hecken Rosensorten in Pastelltönen zu wählen, denn sie leuchten stark und heben sich gut vom Grün der Hecke ab. Foto: Florentine / pixelio.de

Blüten fast das ganze Jahr über

Die Sträucher können so gewählt werden, dass sie zeitgleich in unterschiedlichen Farben blühen oder so, dass zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Jahr immer wieder kräftige Farbtupfer in der Hecke auftauchen. Besonders die Auswahl an frühblühenden Gehölzen ist groß.

Ab April zeigen sich beispielsweise die leuchtend gelben Blüten der Forsythie (Forsythia) und kurz darauf öffnen sich die rötlichen Knospen der Zierjohannisbeere (Ribes sanguineum). Auch die Zierquitte (Chaenomeles) ist im Frühling ein besonderer Hingucker: Rot, rosa oder orangerot leuchten die Blüten an den Zweigen. Im Mai zeigen sich dann der Flieder (Syringa), der Judasbaum (Cercis) und der Goldregen (Laburnum) in voller Schönheit. Diese Gehölze werden von Landschaftsgärtnern gern als Grundgerüst für höhere Hecken eingesetzt.

Ab Frühsommer bildet der gefüllte Schneeball (Viburnum opulus Roseum) seine weißen Blütenbälle aus, und die rosafarbenen Blütenrispen des Sternchenstrauchs (Deutzia) betören mit einem feinen Duft. Von Juni bis September erscheinen die blauvioletten, trompetenförmigen Hibiskusblüten (Hibiscus ‘Blue Bird‘) in großer Zahl, und auch der Schmetterlingsstrauch (Buddleja davidii) lockt mit seinen roten oder violetten Rispen den ganzen Sommer lang hübsche Falter in den Garten.

Auch die Rosen-Arten wie z.B. die Wildrose (Rosa majalis) und verschiedene Strauchrosen zählen zu den typischen im Sommer blühenden Heckenpflanzen. Experten für Garten und Landschaft empfehlen, für die Hecken keine Sorten zu wählen, die Dunkelrot oder in anderen sehr kräftigen Farben blühen. Besser machen sich Pastelltöne, denn sie leuchten stärker und heben sich gut vom Grün der Hecke ab.

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Nicht nur schön auszusehen: Aus den Blüten und Beeren des Holunderstrauchs kann man ganz leicht Köstliches selber machen. Günter Escher / pixelio.de

Manche Heckenpflanzen blühen bis in den Herbst hinein, bei anderen setzen ab dem Spätsommer die Früchte farbige Akzente. Die Beeren vieler einheimischer Sträucher sind essbar und lassen sich zu Säften, Tees oder Marmeladen verarbeiten: beispielsweise die des Schwarzen Holunders (Sambucus nigra) oder des Sanddorns (Hippophaë rhamnoides). Einige der Gehölze bezaubern im Herbst auch mit einer interessanten Blattfärbung, wie etwa die Felsenbirne (Amelanchier) mit ihrem kupferroten Laub. Bei guter Planung muss man aber selbst im Winter nicht auf Blüten verzichten: Gehölze wie Kornelkirsche (Cornus mas), Zaubernuss (Hamamelis) oder Winter-Heckenkirsche (Lonicera fragrantissima) haben ihre Haupt-Blütezeit noch vor dem Blattaustrieb von Januar bis April.

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Ab Frühsommer bildet der Schneeball seine weißen Blütenbälle aus. Foto: BGL

Pflanzplan

Die beste Pflanzzeit für Gehölze ist von Oktober bis März. Containerpflanzen – also solche, die im Topf gezogen wurden – können aber auch in den anderen Monaten gesetzt werden. Wer eine besonders schnellwachsende Blütenhecke als Sichtschutz möchte, sollte Gehölze wie Sal-Weide (Salix caprea) oder Geißblatt (Lonicera) in den Pflanzplan aufnehmen.

Wenn es der Platz im Garten erlaubt, müssen die Heckensträucher nicht unbedingt in einer geraden Linie gesetzt werden. Natürlicher wirkt eine leicht geschwungene, teils mehrreihige und versetzte Pflanzung. Im vorderen Bereich finden dann die kleineren Sträucher und im hinteren bzw. mittleren Bereich die höheren Gehölze ihren Platz. Blühende Hecken machen sich übrigens nicht nur an der Grundstücksgrenze gut, auch große Flächen lassen sich mit ihnen hervorragend gliedern. Und wo wenig Platz zur Verfügung steht, sind kleinere Gehölzstreifen, die man beispielsweise hinter einen Sitzplatz pflanzt, ein echter Blickfang.

(Quelle: BGL)

 

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