Baumfällung im Privatgarten – Worauf ist zu achten?

Einmal im Leben sollte man(n) einen Baum pflanzen, empfiehlt ein altes Sprichwort. Manchmal muss man sich allerdings leider auch wieder von seinen Bäumen trennen: Dann nämlich, wenn sie alt und nicht mehr standfest sind, wenn sie dem Wohnhaus zu nahe kommen, wenn sie geplanten Baumaßnahmen im Wege stehen oder ganz einfach, weil der Garten neu gestaltet werden soll.

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Im Frühling und in den Sommermonaten sollten Gartenbäume nur in Ausnahmefällen gefällt werden. Foto: BGL

Die beste Zeit, um Bäume zu fällen, ist von November bis Anfang Februar. Die Gehölze führen jetzt das wenigste Wasser und Laubbäume haben ihre Blätter abgeworfen. In vielen Gärten ist der Bewuchs unter den Bäumen zurückgeschnitten und ein guter Zugang möglich. Fallende Stämme können im Herbst und Winter im Garten zudem den wenigsten Schaden anrichten. Auch haben die Vögel jetzt keine Brutzeit. Um die Tiere zu schützen ist es laut Bundesnaturschutzgesetz nämlich im Frühling und Sommer nur in Ausnahmefällen gestattet, Gartenbäume zu fällen, in deren Zweigen Vögel nisten.

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Die beste Zeit, um einen Baum zu fällen, ist von November bis Anfang Februar. Zunächst werden alle erreichbaren Äste gestutzt und entfernt. Foto: BGL

Drei Schnitte

Theoretisch ist das Fällen eines Baumes recht einfach. Zunächst wird der Fallwinkel bestimmt, der möglichst auf freies Gelände ausgerichtet werden sollte. Nachdem dann alle erreichbaren Äste gestutzt und entfernt wurden, sind drei Schnitte erforderlich. Auf der Seite, zu der der Baum fallen soll, setzt man die Motorsäge zweimal an und sägt eine 45-Grad-Kerbe in den Stamm. Sie sollte rund ein Viertel des Durchmessers tief sein. Der dritte Schnitt, der eigentliche Fällschnitt, wird nun von der gegenüber liegenden Seite ausgeführt. Wurde alles richtig gemacht, stürzt der Baum in die gewünschte Richtung. Mit einer starken Leine, die vor dem Ansetzen der Säge hoch am Stamm angebracht wurde, können Helfer die Fallrichtung noch ein wenig beeinflussen. Bei Bedarf werden bei größeren Bäumen in den Fällschnitt auch Keile aus Holz, Aluminium oder Kunststoff eingesetzt. Kleinere Bäume lassen sich auch schon mit einer Art Brecheisen zum Fallen bewegen. Eine wichtige Regel für solche Baumarbeiten heißt: Niemals bei starkem Wind aktiv werden. Böen können schon während des Sägens einen Umfaller verursachen oder später die geplante Fallrichtung beeinflussen.

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Einen Baum zu fällen erfordert das richtige Werkzeug, das Beherrschen der Technik und auch eine gewisse Erfahrung. Foto: BGL

Eigentlich hört sich das relativ machbar an. Dennoch: Bereits ein mittelgroßer Baum kann jeden Gartenbesitzer ganz leicht überfordern. Einen Baum zu fällen erfordert nämlich das richtige Werkzeug, das Beherrschen der Technik und auch eine gewisse Erfahrung. Je größer der Baum, umso schwieriger ist die Aufgabe. Im Zweifel ist es besser, dafür einen Landschaftsgärtner zu engagieren. Denn eine Baumfällung ist eine gefährliche Arbeit, bei der sich Menschen verletzen und umliegende Gebäude, Zäune, Fahrzeuge oder andere Bäume beschädigt werden können. Deshalb zerlegen die Profis große Bäume auch in vielen Einzelstücken von oben nach unten und seilen die Teilstücke nach und nach ab. Die Experten für Garten und Landschaft entfernen auf Wunsch mit einer Stubbenfräse auch die Baumstümpfe bis einige Zentimeter unter Bodenhöhe und entsorgen anschließend den Stamm und die Äste. Um die entstandene Lücke im Garten zu schließen, kann direkt neben dem Stumpf oder an einer anderen Stelle des Grundstücks ein neuer Baum gepflanzt werden. Der Herbst und die frostfreien Wintertage sind auch dafür die ideale Zeit.

Baumschutz

Hobbygärtner gehen oft davon aus, dass sie rund ums eigene Haus schalten und walten können, wie sie wollen. Das stimmt so aber nicht. Denn Bäume stehen unter einem besonderen Schutz. Was genau ein Gartenbesitzer darf und was nicht, ist durch verschiedene Vorschriften geregelt. Auch hier sind die Landschaftsgärtner die kompetenten Ansprechpartner, denn sie kennen die Regularien genau.

[Quelle: BGL]

 

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