Außendämmung mit Wärmedämm-Verbundsystem: Dämmen mit Gewinn

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Nichtbrennbare Steinwolle-Lamelle als Kernstück für die Dämmung innerhalb eines Wärmedämm-Verbundsystems. Foto: Deutsche Rockwool

Über 76% der Energie im Privathaushalt wird für Heizwärme verwendet. Mehr als die Hälfte davon entweicht viel zu schnell bei nicht gedämmten Gebäuden wirkungslos nach außen. Eine umfassende Wärmedämmung kann Abhilfe schaffen.

Die wichtigsten Argumente für ein Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) sind:

  • Ÿ Ökologie
  • Ÿ Ökonomie
  • Ÿ Wohnkomfort
  • Ÿ Gesundheit
  • Ÿ Werterhalt der Bausubstanz
  • Ÿ Gestaltungsvielfalt
  • Ÿ Sicherheit durch geprüfte Systeme

Ökologie (Umwelt)

Jedes Wärmedämm-Verbundsystem spart bezogen auf die beheizte Wohnfläche zum einen Energie, zum anderen wird der Schadstoffausstoß hierdurch reduziert.

Beispielrechnung:

300 m² x 13 l x 40 Jahre = 156.000 Liter Heizöl

156.000 l Heizöl x 2,8 kg CO2 = 436.800 kg CO2

Da jedes Gebäude für sich ein Unikat darstellt, empfiehlt sich eine detaillierte Berechnung des Einsparpotenzials unter Zuhilfenahme des bedarfsorientierten Energieausweises.

Fakt ist: Wärmedämm-Verbundsysteme sparen als passive Systeme aktiv Heizöl oder vergleichbare Primärenergie und reduzieren den Schadstoffausstoß – vor allem von CO2 – erheblich. Weniger Kohlendioxid bedeutet auch weniger Aufheizung der Atmosphäre. Somit ist WDVS in seiner Ökobilanz ein echter Klimaschützer.

Ökonomie

Die Mehrkosten für Wärmedämm-Verbundsysteme bei bestehenden Gebäuden rechnen sich für jeden Bauherren. Je nach Gebäudetyp und System betragen die Amortisationszeiten für die Mehrkosten relativ wenige Jahre. Wenn der Ölpreis steigt, verkürzen sich die Berechnungszeiträume entsprechend.

Beispielrechnungen:

Mehrkosten für WDVS = 10.000 €

Jährliches Einsparpotenzial = 1.200 € bei einem Heizölpreis von 0,60 €/Liter

resultierende Amortisationszeit = 8,33 Jahre

Mehrkosten für WDVS = 10.000 €

Jährliches Einsparpotenzial = 2.000 € bei einem Heizölpreis von 1,00 €/Liter

resultierende Amortisationszeit= 5 Jahre

Hinweis: Die gerechnete Amortisation gilt für die Gebäudeinstandsetzung, Kosten für die Fassadenrenovierung (Gerüst, Reinigung, Risssanierung, Beschichtung) wurden abgezogen.

  • ŸWDVS ist Nachhaltigkeit „mit System”. Über den Lebenszyklus einer Immobilie gesehen, betragen die Investitionskosten nur 20 % der Gesamtkosten. 80 % der Kosten entstehen in den Folgejahren. Davon sind 50 % Energiekosten. Durch eine geringere Mehrinvestition zu Baubeginn können die Folgekosten drastisch gesenkt werden.
  • Wärmedämm-Verbundsysteme senken die Warmmiete – bis zu 50 % Heizkostenersparnis sind möglich.
  • Ÿ Wärmedämm-Verbundsysteme erhöhen die Vermietbarkeit.
  • Ÿ Wärmedämm-Verbundsysteme erhöhen den Wiederverkaufswert sowie die generellen Verkaufschancen einer Immobilie.

Wohnkomfort

Wärmedämm-Verbundsysteme reduzieren nicht nur die Heizkosten im Winter, sondern minimieren auch die Aufheizung der Gebäudehülle im Sommer. Ohne WDVS können durchaus 32 °C im Innenraum entstehen. Mit WDVS sind dies an sehr heißen Tagen ca. 24-26 °C. Also 6 °C, die den Wohnkomfort entscheidend beeinflussen. Auf eine anlagentechnische Klimatisierung kann gegebenenfalls verzichtet werden.

Mit bestimmten Wärmedämm-Verbundsystemen kann ein zusätzlicher Schallschutz realisiert werden. Je nach Wand- und Putzaufbau sind bis zu 18 dB Verbesserung möglich.

Gesundheit

Wärmedämm-Verbundsysteme erhöhen die Innenwandtemperatur der Außenwand im Winter um ca. 6-10 °C und vermindern so nachweislich das Schimmelrisiko. Kein Schimmel – kein Pilzbefall ist die logische Schlussfolgerung.

Kalte Außenwände beeinträchtigen nachweislich das Wohlbefinden der Bewohner. Wärmedämm-Verbundsysteme vermindern unter solchen Bedingungen unangenehme Luftbewegungen (Zuglufteffekt) im Innenraum. Die Folgen sind weniger Verspannungen und Erkältungen. Eine reduzierte Luftzirkulation wirkt auch Allergien entgegen, weil weniger Staub aufgewirbelt wird.

Werterhalt der Bausubstanz

Wärmedämm-Verbundsysteme bieten einen optimalen Wetterschutz für die Außenflächen des Bauwerks und beugen so der Rissbildung im Mauerwerk vor.

Wärmedämm-Verbundsysteme optimieren beim Neubau die Netto-Wohnfläche.

Beispielrechnung:

2-Familienhaus mit 2 Vollgeschossen, 170 m² Wohnfläche, Umfang = 44 m und vorgegebenem U-Wert: 50 cm dicke Wand ohne WDVS contra 32 cm mit WDVS

Flächengewinn = 16 m² = ein zusätzlicher Raum

Bei nachträglicher Außendämmung bleibt die vorhandene Wohnfläche unverändert.

Gestaltungsvielfalt

Wärmedämm-Verbundsysteme bieten alle Möglichkeiten der Fassadengestaltung, weil nahezu alle witterungsbeständigen Materialien für das Design der Oberflächen möglich sind. Egal ob Holz, Keramik, Klinker oder Metall. Darüber hinaus sind selbstverständlich die verschiedensten Putzstrukturen möglich. Wärmedämm-Verbundsysteme können aus einem alten, unscheinbaren Haus eine repräsentative Immobilie machen – oder anders gesagt: aus einem „hässlichen Entlein” einen „schönen Schwan”, der die Individualität und den besonderen Geschmack des Bauherren zum Ausdruck bringt.

Sicherheit durch geprüfte Systeme

Mehr als 40 Jahre Erfahrung mit Wärmedämm-Verbundsystemen zeigen die Dauerhaftigkeit und den ökonomischen Nutzen sowie die Steigerung des Wohnkomforts. Die Systemhersteller haben verlässliche, aufeinander abgestimmte Komponenten geschaffen, die mit höchster Sicherheit funktionieren. Fachbetriebe sind immer auf dem neuesten Stand und stehen für professionelle Verarbeitung unter der Devise „Dämmen mit Gewinn”.

(Quelle: BV Farbe, Gestaltung, Bautenschutz)

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