Ablenkung am Steuer – eine unterschätzte Gefahr

Ablenkungsstudie von ADAC und ÖAMTC: Auch vermeintlich harmlose Handlungen wie Essen und Trinken beeinträchtigen die Aufmerksamkeit erheblich!

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Ablenkungsgefahr durch Telefonieren. Foto: ADAC/ Bastian Fischer

Die schnelle und flächendeckende Verbreitung von Smartphones hat in den vergangenen Jahren zu einer Zunahme von Verkehrsunfällen geführt, die durch Ablenkung verursacht wurden. Doch nicht nur augenscheinlich ablenkende Handlungen wie das Bedienen eines Handys oder Navigationsgeräts sind gefährlich, sondern auch vermeintlich harmlose Tätigkeiten wie Essen oder Trinken. Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie, die der ADAC in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Automobilclub ÖAMTC erstellt hat.

Praktisch alle Probanden der Studie gaben an, kleinere Tätigkeiten regelmäßig und ohne Bedenken beim Autofahren nebenbei zu erledigen. So wundert es nicht, dass inzwischen die geschätzte Zahl der Ablenkungsunfälle ähnlich hoch ist wie die bei Unfällen durch Alkohol am Steuer.

Laut ADAC ist Autofahren für die große Mehrheit der Fahrzeuglenker Routine – insofern ist das Gefühl der Unterforderung naheliegend, ebenso wie das Bedürfnis nach zusätzlicher Beschäftigung. Gerade deshalb muss auf die Gefahr durch Ablenkung hingewiesen werden. Der Club plädiert dafür, das Thema „Ablenkung“ stärker als bisher in die Fahrausbildung zu integrieren. Dabei gilt es auch, den Hang zur Fehleinschätzung der eigenen Fahrkompetenz hervorzuheben – dem vor allem Männer erliegen.

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