3. Juni 2014: Aktionstag gegen den Schmerz – Methoden gegen den Schmerz

Von Britta Haseloh, Heilpraktikerin für Physiotherapie

Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Knieschmerzen: Rund 13 Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischen Schmerzen – und sind in ihrem Leiden nur lückenhaft versorgt.

Britta Haseloh, Heilpraktikerin für Physiotherapie

Britta Haseloh, Heilpraktikerin für Physiotherapie

Darauf verweisen die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. und ihre Partnerorganisationen mit einem bundesweiten Aktionstag gegen den Schmerz am 3. Juni 2014. Die gute Nachricht: es gibt Behandlungsmöglichkeiten und Therapiemethoden, die Schmerzpatienten und ihre Angehörigen gerade durch diesen Tag kennen lernen können.

Eine der neueren Therapiemethoden ist die Schmerztherapie nach Liebscher und Bracht (LNB). Sie basiert auf einem ebenso einfachen wie überzeugenden Gedanken: Die meisten Schmerzen sind nicht Ergebnis von Schädigungen, sondern Warnungen vor Schädigungen. Unser Körper ruft uns zu: Stoppe diese Belastung, sonst schädigst du mich! Wie sonst lässt sich erklären, dass viele Menschen mit Arthrose, Bandscheibenschäden, Verkalkungen oder Entzündungen keine Schmerzen haben, während umgekehrt viele Menschen zwar Schmerzen haben, aber noch so viele Ärzte keine Ursachen feststellen können? Schmerz ohne Verschleiß – ein Grund für die Odyssee vieler Menschen von einem Facharzt zum anderen, für unnütze oder gar schädliche Medikamente, für Verzweiflung und häufig auch Depressionen.

Häufige Ursache von Schmerzen liegt in den Muskeln, die durch unsere heutige Sitz- und Bewegungsweise falsch programmiert sind. Gelenke und Wirbelsäule werden fehlbelastet. Die Folgen sind drohender Knorpelverschleiß und Bandscheibenschäden, Sehnenüberbeanspruchung, Fehlhaltungen und entzündliche Vorgänge an Sehnen und Knochenhaut. Die Schmerztherapie nach LNB ist folgerichtig: Der Therapeut löst die krankhaften muskulären Programme mittels Osteopressur und befreit den Schmerz aus seinem festgefahrenen Zustand. Die so angestoßene Umprogrammierung der Muskeln wird anschließend durch spezielle Dehnungen unterstützt, die sogenannten Engpassdehnungen. Muskeln, Faszien und Bindegewebe werden Schritt für Schritt wieder in den physiologisch vorgesehenen Zustand zurückgeführt, und der Körper gewinnt sein muskeldynamisches Gleichgewicht neu. Innerhalb weniger Tage bis Wochen beginnt die Muskulatur wieder gesund zu arbeiten. Werden die krankmachenden Bewegungsmuster infolge körperlicher Untätigkeit, einseitig belastendem Beruf, Sport oder Hobby ausgeglichen sind Schmerzen dauerhaft vermeidbar.

Die LNB-Schmerztherapie ist bei allen Arten von Schmerzen und bei Menschen aller Altersgruppen anwendbar. Bei fachkundiger, korrekter Anwendung gibt es keine schädlichen Nebenwirkungen. Wirkt die Methode nicht, ist die Ursache des Schmerzes nicht muskulär bedingt und woanders zu suchen. Dann wird der Gang zum Arzt unvermeidbar. Aber geschätzte 90 Prozent der heute verbreiteten Schmerzen können ursächlich mit der LNB-Therapie beseitigt werden.

Zu schön, um wahr zu sein? Mit Wunderheilung hat die Methode nichts zu tun, sondern mit zwei wesentlichen Voraussetzungen: Der Patient muss den richtigen Therapeuten finden, und er muss bereit sein mitzuarbeiten. Ersteres ist leicht, denn auf www.liebscher-bracht.com findet der Suchende zertifizierte Therapeuten in seiner Nähe. Zweiteres allerdings erfordert Geduld und Disziplin, die mit dem Therapeuten erlernten Übungen regelmäßig auszuführen. Wer diese Eigenschaften mitbringt, hat gute Chancen, dem Schmerz ein Schnippchen zu schlagen.

www.schmerzfrei-entspannt.de/schmerz

www.aok-bv.de/presse/gesundheitstage

www.dgss.org/nationaler-aktionsplan/bewusstsein-schaffen

www.aktionstag-gegen-denschmerz.de

www.uni-jena.de/Mitteilungen/PM140509_Schmerztag

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